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Drohnen als Informationsgeber bei Unfällen

Bei einer groß angelegten Tunnelübung mehrerer Blaulichtorganisationen in der Steiermark, wurde erstmals eine Drohne eingesetzt. Das Forschungsprojekt der ASFINAG wurde mit Unterstützung eines Spezialunternehmens durchgeführt.

Das Szenario

Anfang Mai im Schartnerkogeltunnel. 150 Kräfte von Feuerwehr, Roten Kreuz, Polizei, Behörde und ASFINAG waren vor Ort und bekamen die Auskunft, dass im Tunnel ein Fahrzeug brennen würde. Ob und wie viele Verletzte es gibt, war nicht bekannt.

Der Flug der Drohne

Um die Verkehrslage vor dem Tunnel beurteilen zu können, wurde die Drohne in eine Höhe von etwa 100 Meter geflogen. Im nächsten Schritt kam das fliegende Wunder im Tunnel zum Einsatz. Montiert mit vier Wärmebildkameras können so zum Beispiel vermisste Personen sowie kontaminierte Flüssigkeiten festgestellt werden. Bei einem Ernstfall können solche Informationen Leben retten.

Die groß angelegte Einsatzübung beim Schartnerkogeltunnel Anfang Mai, aus Sicht einer Drohne ©ASFINAG

Der erste Flug brachte viele gute Ergebnisse dennoch betont Christoph Wrusz vom ASFINAG-Verkehrsmanagement: „Für uns ist es entscheidend, wie Drohneneinsätze in unsere Abläufe passen, welche Vorteile wir und unsere Kundinnen und Kunden daraus ziehen. Die Datenanalysen des beauftragten Spezialunternehmens – das Forschungsprojekt mit den Drohneneinsätzen läuft bis Jahresende – sollen schlussendlich klare Erkenntnisse liefern, um Drohnen sinnvoll als Ergänzung zu den Videokameras und den Sensoren der ASFINAG einsetzen zu können.“

Einsätze mit Drohnen werden bei der ASFINAG schon länger getätigt. Vor allem bei Brückenkontrollen werden sie dort eingesetzt, wo man nur schwer bis gar nicht hinkommen kann.

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Geschrieben am: 22.05.2019 08:12 Uhr

  • Quelle: Asfinag
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