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Interview

Das Kältetelefon: Besser einmal zu viel anrufen, als einmal zu wenig!

Kältetelefon ©Starc Katrin Caritas Kärnten

Die Caritas Kärnten hat auch heuer wieder, seit 1. November, das Kältetelefon aktiviert. In kalten Nächten kann ein Anruf eine echte Überlebenshilfe für obdachlose Meschen sein. Wir haben Katrin Strac, Leiterin der Wohnungslosentagesstätte für Obdachlose der Caritas Kärnten, darüber interviewt.

Kältetelefon: 0463/39 60 60

Das Kältetelefon der Caritas gibt es das dritte Jahr. Unter dieser Nummer, die von 20 bis 6 Uhr früh erreichbar ist, können PassantInnen, die einen obdachlosen Menschen auf der Straße liegen sehen, anrufen. Außerhalb der Zeit können Leute bei der Caritas im Eggerheim in Klagenfurt anrufen, wenn es Fragen gibt.

Katrin Starc aus der Gemeinde St. Kanzian am Klopeiner See, arbeitet seit drei Jahren als Leiterin der Wohnungslosentagesstätte „Eggerheim“ in Klagenfurt. Wir haben die sympatische Frau rund um das Thema interviewt. 

Katrin Starc erfüllt ihre Arbeit. ©Katrin Starc Caritas Kärnten

VK24: Wie wird das Kältetelefon von den Menschen angenommen und wie viele rufen im Durchschnitt an?
Katrin Starc: Das Feedback der Bevölkerung ist sehr positiv. Es kann nicht wirklich gesagt werden wie viel Anrufe es in der Woche gibt, es kommt natürlich immer auf die Temperaturen draußen an. Wenn es kälter wird, dann sind die Menschen auch aufmerksamer, wenn sie einen obdachlosen Meschen sehen.

Gibt es auch obdachlose Menschen, die das gar nicht annehmen wollen?
Natürlich gibt es auch obdachlose Menschen, die keine Hilfe annehmen können oder wollen. Wichtig ist nur, dass immer angerufen wird. Besser einmal zuviel als einmal zu wenig.

Natürlich freuen wir uns auch über Sachspenden, da es kälter wird und wir wieder für unsere Leute Schlafsäcke, Isomatte, Mützen, Handschuhe und warme Winterbekleidung benötigen. Am besten in der Kaufmanngasse 6, im Eggerheim Wohnungslosentagesstätte der Caritas Kärnten, abgeben
Katrin Starc, Leiterin Eggerheim

Was kann man sich unter dem Eggerheim vorstellen?
Das Wohnungslosentagesstätte Eggerheim hat ab November bis März täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Unsere Angebote sind die Basisversorgung (täglich wird ein Mittagessen gekocht, es kann Kaffee getrunken werden, es kann geduscht und die Wäsche gewaschen werden), freiwillige Mittelverwaltung, Meldeadresse und Sozialberatung. Wir begleiten Menschen zu Behörden und Amtswegen, suchen Wohnungen. Zu uns kommen zwischen 50 und 80 Personen täglich, 80 Prozent davon sind Männer. 

Es ist mein Traumberuf, ich kann mir nichts anderes mehr vorstellen. Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich und die Menschen geben einen so viel zurück und sind dankbar.
Katrin Starc

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