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Exklusives Interview: Wenn Kindheitsträume greifbar werden

Kinder tauchen mit ihrer ausgesprochen großen Phantasie in ein wundervolles Traumland. Ein einfaches Kinderbuch kann einem zum Ritter und Prinzessin machen, oder wie im Fall von Kinderbuchautorin Daniela Kristof aus St. Kanzian am Klopeiner See, zum Abenteurer. Wir haben sie zu ihrem neu veröffentlichten Buch interviewt.

VK24: Wie bist du dazu gekommen ein Buch zu schreiben?
Daniela Kristof: Die Leidenschaft fürs Schreiben und Lesen begleitet mich bereits mein ganzes Leben. Schon als kleines Mädchen habe ich es geliebt, Geschichten zu erfinden. Meine erste Geschichte hab ich in der Volksschule geschrieben. Ich nannte sie damals „Der Dosenfisch“. Meine Mutter hat das Heft bis heute aufbewahrt und mir erst vor Kurzem zu lesen gegeben. Ich musste wirklich schmunzeln, wie viel Phantasie und Enthusiasmus man als Kind beim Schreiben entwickelt. Heute bin ich selbst Mutter eines 8-jährigen Jungen, dem ich bereits als Baby sehr viel vorgelesen habe. Nachdem ich irgendwann unsere Kinderbücher fast auswendig kannte, habe ich mir gedacht, ich könnte doch selbst einmal so eine Geschichte schreiben. Gesagt, getan. Irgendwann begann ich selbst Kindergeschichten für Sebastian zu erfinden. Einige haben wir auch gemeinsam geschrieben. Die kurzen Erzählungen haben ihm so gut gefallen, dass ich den Entschluss fasste, die eine oder andere Geschichte zu veröffentlichen. Kinder sind ja bekanntlich die besten Kritiker. Mit meinem ersten Kinderbuch „Du bist mein Gegenstück“ habe ich mir schließlich einen großen Kindheitstraum erfüllt.

Um nicht zu viel zu verraten – um was geht es in deinem zweiten Buch „SAKARI geht verloren“?
Sakari ist ganz aufgeregt. Eben noch im Eismeer jagend, strandet er plötzlich in Afrika. Er vermisst Mama und Papa fürchterlich und möchte schnell wieder nach Hause. Auf seiner abenteuerlichen Reise um die Welt, lernt er viele seltsame Tiere kennen. Werden seine neuen Freunde einen Weg finden, dass Sakari seine Eltern bald wieder in die Arme schließen kann?

Was ist die Kernaussage des Buches?
Für Kinder sind Kinderbücher meist dann gute Kinderbücher, wenn sie nicht gleich auf den ersten Blick einen Appell oder einen Fingerzeig beinhalten. Beim ersten Schreiben wollte ich einen gut lesbaren, einfachen Text der sich reimt, erfinden. Dann hab ich mir die Frage gestellt, was in unserer heutigen Zeit oftmals keine Selbstverständlichkeit mehr darstellt. Da kamen mir Worte wie „Grüßen, Bitte und Danke sagen“ in den Sinn. Deshalb findet man auch immer die sich wiederholenden Textstellen. Außerdem lernen Kinder unsere Kontinente namentlich kennen und die Tiere, die darauf leben. Weitere wichtige Themen sind das Helfen und die Freundschaft.

Die Zukunft… Möchtest du noch mehr Kinderbücher schreiben oder
dich vielleicht sogar in die Erwachsenensparte wagen?

Da es mir sehr viel Spaß macht zu schreiben und es für mich auch einen Ausgleich zu meinem Zahlenberuf darstellt, möchte ich gerne noch weitere Geschichten veröffentlichen. Derzeit bin ich gerade auf der Suche nach jemandem, der meine nächste Geschichte illustriert, da es sich bei Jonas Nussbaum, dem Illustrator meines aktuellen Buches, leider zeitlich nicht ausgeht. Es gibt bereits ein Erwachsenenbuch, welches ich ihm Rahmen meiner Sprainer-Ausbildung geschrieben habe. Es heißt „101 Wege zu mehr Erfolg“ und war ein Gemeinschaftsprojekt aller TeilnehmerInnen. Doch wer sagt, dass Erwachsene keine Kinderbücher lesen können? Viele Kinderbücher wie z.B. „Der kleine Prinz“ oder die Bücher von Neale Donald Walsch sind Kinderbücher, die zu Herzen gehen und auch für uns Erwachsene wichtige Botschaften bereit halten… und im Herzen sind wir doch alle Kinder geblieben.

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Geschrieben am: 15.03.2019 09:04 Uhr

  • Quelle: Daniela Kristof
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