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Zig Flüchtlinge werden ins Land transportiert: LR Schaar übt scharfe Kritik am Innenministerium

Die in Kärnten für Flüchtlings- und Asylagenden Landesrätin, Sara Schaar, übt am heutigen Donnerstag scharfe Kritik am Österreichischen Innenministerium. Grund dafür sind, laut Schaar, „die völlig unkoordinierte und chaotische Herumschieberei von Flüchtlingen quer durch ganz Österreich“.

Fakt ist, dass abseits unserer bestehenden Krise seit Tagen über die zig Flüchtlinge diskutiert wird, die mit mehreren Bussen nach Österreich transportiert werden. „Dass aber weder das Land Kärnten noch die Gemeinde geschweige denn die Bevölkerung informiert wird, ist einfach nicht akzeptabel“, macht Schaar deutlich. Das Quartier in Ossiach zum Beispiel, welches bereicht gut ausgelastet ist, wurde nochmals mit Flüchtlingen „beliefert“ und diese leben nun zusammen auf engstem Raum. In Zeiten des Corona-Virus ist hier bereits ein Sicherheitsabstand unmöglich.

„Angesichts derartiger Vorgangsweisen verstehe ich die Sorgen der Bevölkerung voll und ganz“, so Schaar, die gleichzeitig politische Parteien auffordert, von populistischen überzogenen Maßnahmen Abstand zu halten. „Wenn via Flugblätter dazu aufgerufen wird, alle Bewohner Ossiachs sollen die Corona-Hotline des Landes, die in dem Bereich Null Zuständigkeit hat, anrufen, besteht die Gefahr, dass die Leitung so für Mitbürgerinnen und Mitbürger, die berechtige Fragen zum Thema Corona haben, blockiert wird“, erklärt sie.

Innenminister Karl Nehammer wird nun von Schaar aufgefordert, von der bis jetzt gewählten Vorgangsweise des Drüberfahrens über Länder, Gemeinden, die Bevölkerung und über alle Regeln zur Eindämmung des Coronavirus sofort Abstand zu nehmen. Schaar nimmt auch Bundeskanzler Kurz in die Pflicht: „Herr Bundeskanzler, ich fordere Sie im Interesse eines friedlichen und solidarischen Miteinanders in einer für uns alle äußerst schwierigen Lage auf, als Chef der Bundesregierung Sorge dafür zu tragen, dass sämtliche Informationspflichten und abzustimmende Vorgangsweisen auch seitens Ihrer Regierungskollegen jedenfalls einzuhalten sind.“

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Geschrieben am: 26.03.2020 12:51 Uhr

  • Quelle: Land Kärnten, Sara Schaar
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