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Wirtschaft

Einmalzahlung für Arbeitslose und Familien: AK Präsident Goach nicht sonderlich erfreut

Die Bundesregierung hielt gestern und heute ihre zweite Regierungsklausur ab. Im Mittelpunkt stehen weitere Maßnahmen, um die Folgen der COVID-19-Pandemie abzumildern. Unter anderem geht es um eine Einmalzahlung von 450 Euro für Arbeitssuchende sowie einen Kinderbonus in Höhe von 360 Euro pro Kind. Kritik dazu hagelt es heute seitens des Kärntner Arbeiterkammer-Präsidenten, Günter Goach.

Arbeitssuchende Personen sollen ab kommenden September eine Einmalzahlung von 450 Euro erhalten – auch diejenigen, die von Juli bis September mindestens zwei Monate als Arbeitslos gelten. Wie die Arbeitsministerin Christine Aschbacher zum Thema Kinderbonus erklärt, wird dieser Bonus im September automatisch mit der Familienbeihilfe ausbezahlt. „So wollen wir auch die hohen Kosten, die etwa im Homeschooling oder beim Kauf neuer Schulsachen entstanden sind, unterstützen.“

Günter Goach „is not pleased“

Über die Ankündigung von Einmalzahlungen für Arbeitslose und Familien zeigt sich Günter Goach heute in einer ersten Reaktion sichtlich verärgert. Er spricht von einer Verhöhnung der Menschen, die es nun finanziell schwer hätten – sie brauchen keinen weiteren „Bonus“, sondern rechtliche Grundlagen, auf die man sich verlassen kann. Er bekräftigte erneut die Forderung nach der Anhebung der Nettoersatzrate beim Arbeitslosengeld auf 70 Prozent. Eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes ist kein Luxus, so Goach, sondern das einzig taugliche Mittel, um eine soziale Krise zu verhindern.

„Rechtssicherheit ist das Gebot der Stunde, nicht ein weiterer Bonus. Die Menschen brauchen finanzielle Sicherheit über die gesamte Zeit der Krise und kein einmaliges „Zeugnisgeld“. Es fehlt gerade noch das belehrende „Aber nicht alles auf einmal ausgeben““, kommentierte Goach zynisch.

Laut Bundeskanzler Sebastian Kurz sei jedoch eine generelle Erhöhung des Arbeitslosengeldes „etwas, was wir aus arbeitsmarktpolitischer Sicht nicht für den richtigsten aller Ansätze empfinden.“

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