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Etliche Verkehrsunfälle vorgetäuscht: Polizei schnappte drei Italiener

Die Kärntner Polizei konnte die Betrugsfälle, bei dem ein bislang unbekannter Mann unschuldigen Autofahrern in mehreren Fällen Geld abknöpfen wollte, klären. Der Mann war mit einem italienischen Fahrzeug unterwegs und täuschte, auch im Bezirk Völkermarkt, Verkehrsunfälle vor. Es stellte sich heraus, dass auch seine Tochter und sein Schwiegersohn diese Betrugsszenarien durchführte.

Aufgrund mehrerer gleicher Vorfälle in Kärnten innerhalb der letzten Tage wurde von den Beamten der Polizeiinspektion Friesach sogleich eine Fahndung im Bezirk St.Veit an der Glan nach dem flüchtigen italienischen PKW veranlasst. Der Fahrer konnte angehalten werden.

Im Rahmen der dann durchgeführten intensiven Ermittlungen konnte durch die Beamten in Erfahrung gebracht werden, dass es im Bezirk Wolfsberg zeitgleich zu einer Anhaltung eines weiteren italienischen PKW’s kam, wo es ebenfalls zu einer Vortäuschung eines Verkehrsunfalles mit anschließender Geldforderung durch die Verdächtigen gekommen ist.

Drei Personen geständig

Die Verdächtigen wurden zur weiteren Abklärung des Sachverhaltes zur Polizeiinspektion verbracht. Im Rahmen der Einvernahme war der 45-jährige Mann, italienischer Staatsbürger, zum Vorfall in Friesach vollends geständig.

Er gab an, dass er seit Mitte Juli mit seiner Familie in Kärnten aufhältig sei. Er habe an unterschiedlichsten Orten in Kärnten Verkehrsunfälle vorgetäuscht und anschließend an die Geschädigten Geldforderungen gestellt. Bei drei vorgetäuschten Unfällen wurde von den Geschädigten die Geldforderung auch bezahlt, wodurch er mehrere hunderte Euro erhielt.

Der Mann gab weiters zu, dass es sich bei den Insassen des italienischen PKW’s, welcher zuvor im Bezirk Wolfsberg hinsichtlich desselben Tatbestandes angehalten wurden, um seine 23-jährige Tochter und seinen 25-jährigen Schwiegersohn handle.

Im Rahmen der Einvernahme waren auch die 23-jährige Tochter und der 25-jährige Schwiegersohn, beide italienische Staatsbürger, hinsichtlich der acht bis dato angezeigten Vorfälle geständig.

Bei einem vorgetäuschten Verkehrsunfall konnten die Verdächtigen laut derzeitigem Ermittlungsstand 100 Euro von einem Geschädigten in betrügerischer Weise herauslocken. In sieben anderen Fällen wurde von den Opfern kein vermeintlicher Schadensersatz geleistet.

Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt ordnete die Anzeige der Verdächtigen auf freiem Fuß an. Weitere Erhebungen werden diesbezüglich geführt.

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Geschrieben am: 23.07.2020 09:59 Uhr

  • Quelle: LPD
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