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Grenzkontrollen: Zusätzliche Hilfe von Polizei und Bundesheer kommt nächste Woche

LHStv.in. Beate Prettner hat nach den Forderungen des Bundes, die Grenzkontrollen zu Italien und Slowenien zu verstärken, am heutigen Mittwoch ein Koordinationsgremium des Landes einberufen. In der Sitzung ist die Festlegung der verstärkten Kontrollen erfolgt sowie der voraussichtliche zusätzliche Personalbedarf festgelegt worden. Die Bezirksbehörden müssen die entsprechenden Anträge für zusätzliches Assistenzpersonal rasch stellen.

Kärnten wird für den zusätzlichen Kontrollaufwand 51 Polizeibeamte und – laut erster Einschätzung – 80 Soldaten an den Grenzen anfordern. Derzeit stehen 45 Soldaten an den Grenzen, die die 112 Polizeibeamten bei den Einreisekontrollen unterstützten. Die zusätzlichen Soldaten können laut Prettner erst im Laufe der nächsten Woche vollständig zu Verfügung stehen, weil sie geschult werden müssen und auch entsprechende Unterkünfte bereitgestellt werden müssen.

An den drei Grenzübergängen Thörl-Maglern, Karawankentunnel und dem Loiblpass die nach Kärnten führen, wird eine 24-Stunden-Kontrolle eingesetzt – von Freitag 6 Uhr bis Montag 6 Uhr – danach erfolgen die Kontrollen wie schon bisher, bis das zusätzliche Personal vollständig zur Verfügung steht.

An den anderen Grenzübergängen, wie in Grablach, in Lavamünd, am Seeberg sowie am Wurzenpass wird mit den bestehenden Bundesheerkontingenten und der Polizei weiter kontrolliert wie bisher und ab Montag könne an diesen Übergängen zusätzliches Personal unterstützen.

Weiters wird an den größeren Übergängen nach Slowenien eine 24-Stunde-Kontrolle geben. Eine Sondersituation herrscht am Wurzenpass, wo nach slowenischem Recht nur slowenische und österreichische Staatsbürger die Grenzen überqueren dürfen. „Nächste Woche werden wir unsere verstärkten Kontrollen im Koordinationsgremium evaluieren“, so Prettner.

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Geschrieben am: 19.08.2020 14:50 Uhr

  • Quelle: Land Kärnten
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