featured image

Olympia-Feeling in der Rossauer Kaserne: Neue Olympia-Kollektion beim Bundesheer „unter Verschluss“

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner, ÖPC-Präsidentin Maria Rauch-Kallat und ÖOC-Präsident Karl Stoss nahmen in Wien die Olympic Team Austria-Kollektion für die aufs nächste Jahr verschobenen Olympischen und Paralympischen Spiele entgegen.

Die Bundesheerathleten und Olympia-Medaillen-Gewinner von Rio, Tanja Frank und Thomas Zajac, Ruder-Ass Magdalena Lobnig und Sportschützin Sylvia Steiner waren ebenso vertreten wie die Para-Cycling-Athletin Yvonne Marzinke, der Handbiker Walter Ablinger und Para-Schwimmer Andreas Onea. Sie sind als Spitzensportler Angehörige des Heeressportzentrums des Österreichischen Bundesheeres. Das Österreichische Bundesheer ist mit insgesamt 405 Sportsoldatinnen und Sportsoldaten – darunter 238 Sommersportathleten – einer der größten Förderer des Sports.

©Bundesheer/Gepa

Medaillen-Anwärterin aus Kärnten

Die 30-jährige Kärntnerin Magdalena Lobnig zählt zu den heißen Medaillen-Anwärterinnen bei den Olympischen Spielen in Tokyo. Mit dem dritten Platz der Ruder Weltmeisterschaft und dem zweiten Platz bei der Europameisterschaft 2018 hat die Soldatin des Heeressportzentrums bewiesen, dass sie zu den stärksten Ruderinnen der Welt zählt.

Mit neuem Trainerteam bereitet sie sich intensiv, im Ruderzentrum Völkermarkt, auf die Olympischen Spiele im kommenden Jahr vor, mit dem Ziel eine Medaille für Österreich zu holen.

Das Olympia-Outfit

Die von Erima produzierte Ausstattung der Olympioniken lagert aus logistischen Gründen nun in der Heeresbekleidungsanstalt in Brunn am Gebirge. Der Öffentlichkeit wird das Olympiaoutfit im Mai nächsten Jahres präsentiert. „Das ist kein symbolischer Akt, sondern ein Ausdruck der Wertschätzung“, betonte die Gastgeberin, Verteidigungsministerin Klaudia Tanner. „Wir sind dafür ausgerichtet, fachgerecht große Mengen an Bekleidung zu lagern. Und wir sind immer dann zur Stelle, wenn Not am Mann oder an der Frau ist.“

„Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Wir sind froh, eine rasche, unbürokratische Lösung gefunden zu haben“, meinte ÖOC-Präsident Karl Stoss. „Das IOC und die japanischen Veranstalter arbeiten mit Hochdruck daran, den 11.300 Sportlerinnen und Sportlern den olympischen Traum trotz Pandemie erfüllen zu können.“ Die Erfolgssegler Tanja Frank und Thomas Zajac bestätigten: „Die Ausstattung macht einen Teil des Olympia-Flairs aus!“ Traditionell liegt der Anteil der Soldaten und Soldatinnen im Olympic Team Austria bei mindestens 50 Prozent. Nicht weniger als sechs der letzten 15 Olympia-Medaillen wurden von Angehörigen des Heeressportzentrums gewonnen.

„Seit 2016, als das Heeressportzentrum für die ersten Behindertensportler und Behindertensportlerinnen geöffnet wurde, ist das Österreichische Bundesheer ein wichtiger Partner des paralympischen Sports. Das ist, neben der gemeinsamen Einkleidung mit dem ÖOC, ein sichtbares Zeichen für Inklusion im Sport“, sagte ÖPC-Präsidentin Maria Rauch-Kallat.

Tokio-Kollektion bis Mai 2021 unter Verschluss

Aktuell hat Österreich 38 Olympia- und 10 Paralympics-Quotenplätze sicher, darf mit 70 Olympia-Athleten und 30 Paralympics-Startern rechnen. Bereits zum 9. Mal tragen ÖOC und ÖPC den identen Team Austria-Look. „Unsere Vorfreude auf Tokio ist riesengroß. Wir bedanken uns beim Österreichischen Bundesheer für die fachgerechte Einlagerung“, führte Erima-Geschäftsführer Willy Grims aus. Die Tokio-Kollektion bleibt noch bis Mai 2021 „unter Verschluss“.

Artikel teilen:

Geschrieben am: 17.09.2020 14:02 Uhr

  • Quelle: Bundesheer (GEPA)
  • 568 Views