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Das VK24 Interview: Der Mann, der sich mit dem Virus anlegte

Und das Wort des Jahres 2020 ist… Corona! – Nein, natürlich war das jetzt geraten. Aber das Wort Corona ist 2020 in aller Munde! – Stimmt auch wieder nicht ganz, denn es gibt ja eine Pflicht zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes, der soll ja helfen. Wie auch immer. Sagen wir es mal so: Jeder hat schon mal von diesem Wort mit C gehört. Jeder weiß, dass man daran mehr oder weniger erkranken kann. Also der eine mehr, der andere weniger. VK24 hat sich mit einem „Virusopfer“ unterhalten. Naja, Opfer klingt so brutal. Nennen wir ihn mal „Patrick, mit dem ausgesprochen guten Immunsystem.“ Das ist seine Story…

Patrick Riepl, alias Rasta Paze, ist knackige 25 Jahre alt, kommt aus der Gemeinde Globasnitz und ist spätestens seit seinem Sommerjob als Social Media Praktikant für die Tourismusregion Klopeiner See Südkärnten vielen ein Begriff. Der sportliche Sunnyboy wurde kürzlich positiv auf Corona getestet. Nach zehn langen Tagen in Isolation mit seinen WG-Kollegen erzählte er uns wie es ihm in dieser Zeit gegangen ist.

VK24: Weißt du wie bzw. wo du dich angesteckt haben könntest? 
Patrick Riepl: Leider nein… wir waren in der gleichen Bar wo wir immer waren und sonst auch nur in Kärnten unterwegs… haben alle Wege wo wir waren zurückverfolgt, aber wir sind auf keinen Punkt gekommen…

Was hattest du für Symptome?
Bei mir hat es angefangen mit Gliederschmerzen und abends, in der Nacht immer leichtes Fieber. Hab das ganze mit Neo Citran und Gripostad aber gut aushalten können. Nach drei Tagen war das vorbei. Dann hat es noch paar Tage gedauert bis mein Geschmacksinn wieder gekommen ist und der Husten aufgehört hat.  

Deine gesamten WG-Mitglieder waren infiziert. Hattet ihr alle die selben Symptome?
Ja alle waren infiziert. Ein zweiter hatte die ziemlich gleichen Symptome wie ich ohne Geschmacksverlust und der dritte war nur ein wenig verkühlt für ein paar Tage. 

Wie und von wem wurdet ihr versorgt (medizinisch, Medikamente, Essen,…)
Wir haben alles von Freunden oder Familie bekommen. Die haben uns das dann einfach vor die Tür gebracht. Medizinisch haben wir nicht viel benötigt. Mit den Ärzten und der Behörde waren wir immer telefonisch im Kontakt.

Wie habt ihr die Zeit in Quarantäne verbracht?
Wir haben sehr viel Zeit vor dem Fernseher verbracht, mit der XBOX oder auch Netflix. Aber natürlich auch geschaut was man am Laptop für die Arbeit noch erledigen kann oder Telefonate erledigen oder die Buchhaltung auf Vordermann bringen. Man hat Zeit für sehr viele Dinge… 

Was sind die ersten Dinge die du machen möchtest, nachdem deine Quarantäne vorbei ist? 
Also wenn das Wetter noch haltet würde ich gerne noch so oft wie geht mit dem Boot auf den Wörthersee zum Wakeborden / Wakesurfen. Einfach wieder sich unter die Leute mischen, gemütlich was essen oder trinken gehen, das geht schon ab. Dafür wurde ich zum WG Koch und hab so einige leckere Sachen gekocht für alle. 

Was du den Lesern sagen möchtest…
Abschließend will ich noch sagen das keiner Panik vor dem Virus haben sollte. Es ist für gesunde Menschen ohne Probleme zum Überleben. Wir müssen auf die alten Menschen aufpassen was den Kontakt betrifft, da bin ich voll dafür, aber alle andere werden das auch überstehen. Kopf Hoch an alle da draußen und bleibts negativ 😜.

An all diejenigen, die sich durch diesen Bericht ein wenig auf den Schlips getreten fühlen und meinen, die VK24-Redaktion belächelt dieses Virus – wir müssen euch leider enttäuschen. Mit diesem Interview wollten wir zeigen, dass das Coronavirus nicht explizit jeden gesunden Menschen ans Krankenbett fesselt, wie vielseitig es ist, dass es auch milde Verläufe gibt und sogar Personen, die gar nichts von einer Infektion bemerken. Natürlich gibt es auch das Gegenteil. A never ending story…

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Geschrieben am: 29.09.2020 17:58 Uhr

  • Quelle: VK24, Interview Patrick Riepl
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