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Inoffizielles GTI-Treffen: Kärnten will „gefährlichen Auswüchsen einen Riegel vorschieben“

Vergangenen Sonntag ereignete sich im Rahmen des inoffiziellen „GTI-Treffens“ auf einem Parkplatz entlang der Villacher Alpenstraße im Naturschutzgebiet eine massive Verwaltungsübertretung. Es gab dadurch laut Polizei ungebührlichen Lärm sowie eine massive Schadstoff-Emission. Kärnten will gefährlichen Auswüchsen wie bei inoffiziellen GTI-Treffen ganz entschieden einen Riegel vorschieben.

Nachdem auf sozialen Netzwerken ein Video dieses Vorfalles aufgetaucht war, konnten seitens der Polizei sowohl der Halter des driftenden Fahrzeuges als auch der Halter des stehenden PKWs, beide aus Wien, ausgemittelt werden. Der Strafrahmen liegt bei bis zu 5.000 Euro.

Bild des Videos vom Sonntag, den 20. September ©Polizei Kärnten/Facebookseite

Land fordert härtere Strafen

Am heutigen Dienstag wurde in der Regierungssitzung eine entsprechende Resolution an den Bund beschlossen. Darüber informierten Landeshauptmann Peter Kaiser, Straßenbaulandesrat Martin Gruber sowie Verkehrs- und Tourismuslandesrat Sebastian Schuschnig im anschließenden Pressefoyer. Konkret fordert Kärnten den Bund zu einer Änderung des Kraftfahrgesetzes auf. Härtere Strafen und Maßnahmen wie die Abnahme des Kennzeichens oder Beschlagnahme des Fahrzeuges sollen ermöglicht werden.

Kaiser sprach in Bezug auf das inoffizielle GTI-Treffen letzte Woche von „inakzeptablen Auswüchsen“ und einem „GTI-Terror“. Die Bevölkerung sei von einigen Teilnehmenden gefährdet und verunsichert worden. Es habe massive Lärmbelastungen und illegale Straßenrennen gegeben. „Kärntens Gastfreundschaft wurde mit Füßen getreten“, sagte der Landeshauptmann. Mit Füßen getreten worden sei aber auch der Rechtsstaat. Dieser müsse mehr Möglichkeiten und Mittel in die Hand bekommen, um solchen Personen wirkungsvoll begegnen zu können. Zur heute verabschiedeten Resolution an den Bund sagte Kaiser, dass es eine in dieselbe Richtung zielende – leider ergebnislose – seitens Kärntens bereits vor zwei Jahren gegeben habe.

„Was sich heuer beim inoffiziellen GTI-Treffen abgespielt hat, war für die Anrainer, den Tourismus und die Exekutive nicht zumutbar“, betonte auch Gruber. Härtere Strafen seine daher notwendig. „Dieses Treffen hat dem Ansehen des Landes geschadet. Wir werden uns wehren, dass unser Land als Rennstrecke, bzw. Gummi-Gummi-Ballermann missbraucht wird, dass Leib und Leben der Bevölkerung gefährdet werden“, stellte Schuschnig fest. Bei einem Lokalaugenschein sei er schockiert gewesen über den Lärm, die Geschwindigkeitsübertretungen und Autorennen. „Was sich beim inoffiziellen GTI-Treffen abgespielt hat, hat mit Tourismus, wie wir ihn wollen, nichts zu tun“, betonte er. Er und das Regierungskollegium würden für eine massive rechtliche Verschärfung eintreten. „Wir brauchen höhere Strafen, wenn nötig den Kennzeichenentzug und Führerscheinentzug und die Fahrzeugbeschlagnahme. Daher wurde bereits mit dem Verkehrsministerium eine Arbeitsgruppe eingerichtet“, gab Schuschnig bekannt.

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