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Vorschlag LH Kaiser: Mehr Schutzmaßnahmen an den Schulen, denn „… alles ist besser als schließen“

Die Gerüchteküche brodelt. Werden im Zuge der steigenden Coronazahlen nun auch alle restlichen Schule geschlossen? Am Montag fand diesbezüglich eine Videokonferenz mit Bildungsminister Heinz Faßmann und Vertretern aller Bundesländer – für Kärnten unter anderem Landeshauptmann Peter Kaiser und Bildungsdirektor Robert Klinglmair – statt.

„Die Position aller Bundesländer ist klar: Die Schulen sind die letzten, die im Zuge weiterer Maßnahmen geschlossen werden dürfen. Man muss Nutzen und Schaden gegenüberstellen und die Schließung von Schulen hat epidemologisch keine Auswirkung. Im Gegenteil, während der Herbstferien, als die Kinder frei hatten, stiegen die Infektionszahlen“, gab Kaiser in der Videokonferenz zu bedenken.

LH Peter Kaiser und Bildungsdirektor Robert Klinglmair in Videokonferenz mit den anderen Bundesländern und BM Heinz Faßmann.
© LPD/Peter Just

Die Schulen haben laut Kaiser nicht nur eine bildungspolitische Relevanz, sondern eine ganz große gesellschaftspolitische Bedeutung. „Schließen wir Schulen, erschüttern wir beispielsweise Pflege-, Gesundheits- und Sicherheitsbereich durch die Betreuungspflicht und bringen wir Eltern in eine enorme Bedrängnis. Das hat das Frühjahr gezeigt. Die Mehrfachbelastung hat die Eltern extrem unter Stress gestellt, hat Kindern Probleme beim Erfassen des Lehrstoffes zu Hause gebracht, hat finanzielle Sorgen nach sich gezogen. Daher: Die Schulen müssen offen bleiben solange es nur geht und es gesundheitspolitisch für die gesamte Bevölkerung vertretbar ist“, stellt Kaiser klar.

Im Laufe der Woche seien die Coronaneuinfektionen zu beobachten, am Ende der Woche sollten sich die Bildungsreferenten der Länder auf Anregung Kaisers erneut kurzschließen. „Auch, wenn es zum Schlimmsten kommt, muss es etwas anderes geben als Schulschließungen. Zum Beispiel mehr Schutzmaßnahmen in den Schulen, wenn wir das auch nicht gerne tun, aber alles ist besser als schließen“, so Kaiser. Darin herrschte in der Videokonferenz Einigkeit unter allen Bundesländern und dem Bildungsminister. Das Tragen von Mund-Nasenschutz könnte ausgeweitet werden, der Unterricht entzerrt und die Distanzen in den Schulen – wenn möglich – noch ausgeweitet werden.

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