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Kärnten stockt finanzielle Unterstützung für regionale Nahversorger auf

Ob es der Nahversorger ums Eck, die lokale Fleischerei oder der heimische Bäcker ist, die Möglichkeit auch regional jederzeit mit Lebensmitteln versorgt zu sein, zählt zur zentralen Infrastruktur, vor allem in ländlichen Gemeinden. Um diese Angebote abzusichern und genau solche Betriebe zu unterstützen, haben die Landesräte Martin Gruber und Sebastian Schuschnig gerade angesichts der Corona-Situation 2020 ein Nahversorger-Paket mit verstärktem Regionalitäts-Schwerpunkt geschnürt.

Bereits im Frühjahr mussten die Mittel dafür aufgrund der hohen Nachfrage verdoppelt werden, nun kommt es zu einer weiteren Aufstockung. 109 Anträge wurden insgesamt eingereicht, das Budget reichte aber zunächst nur für rund 60 Betriebe. „Wir haben jetzt das ursprünglich geplante Budget verdreifacht, um alle Nahversorger, die sich heuer beworben haben, unterstützen zu können, wenn sie die Förderbedingungen erfüllen“, informierte Martin Gruber im Rahmen der heutigen Regierungssitzung.

3.000 Euro pro Betrieb

Pro Betrieb werden über die Aktion insgesamt 3.000 Euro zur Verfügung gestellt. „Mit dem Bonus in der Höhe von 2.000 Euro können die Betriebe Fixkosten wie etwa Sozialversicherungsbeiträge begleichen oder Investitionen tätigen“, erklärte Wirtschaftsreferent Sebastian Schuschnig. Vor allem in Corona-Krise sei der Regionalitäts- und Entlastungsbonus daher eine wichtige finanzielle Unterstützung, so Schuschnig.

Als Partner in der Abwicklung wurde neben der Wirtschaftskammer Kärnten auch der Verein Genussland Kärnten gewonnen. „Wir wollen mit der Aktion Kaufkraft und Wertschöpfung in den Regionen halten und gleichzeitig heimische Produkte forcieren“, erklärte Gruber. 75 Betriebsberatungen wurden vom Genussland bisher hinsichtlich der regionalen Sortimentserweiterung durchgeführt. Dadurch ist es zu einer deutlichen Erhöhung des Anteils regionaler Produkte in den unterstützten Betrieben gekommen.

Anträge für eine Förderung können übrigens weiterhin gestellt werden, da die Förderung auch 2021 fortgeführt wird. Der Kreis der Anspruchsberechtigten soll kommendes Jahr sogar erweitert werden, z.B. auf Lebensmittel-Manufakturen wie etwa Nudelproduzenten. „Regionalität hat sich als Sicherheitsnetz in der Krise erwiesen. Deshalb werden wir auch weiterhin regionale Strukturen unterstützen, wo wir können“, betonten Gruber und Schuschnig.

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