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„Bio Crime“ Quarantäne-Container im Tierschutz Kompetenzzentrum ist bezugsfertig

©TiKo_Nina Zesar

Im Zuge des grenzüberschreitenden EU-Projekts „Bio Crime“ wurde im TiKo, dem Tierschutz Kompetenzzentrum Kärnten, ein einzigartiger Quarantäne-Container zur Beherbergung behördlich abgenommener kranker Tiere aus illegalen Tiertransporten installiert.

Der Quarantäne-Container befindet sich auf dem Außengelände des TiKos und dient vor allem Beherbergung von potentiell kranken Tieren. Die illegal transportierten Hunde, Katzen und Kleintiere können so sicher betreut und gepflegt werden. Die Herkunft der Tiere ist meist unbekannt und die tierärztlichen Kontrollen im Ausland oftmals unzureichend oder teils gar nicht vorhanden. Ziel ist es vor allem das Zoonosen-Risiko zu verringern. Zoonosen sind eingeschleppte Krankheiten, die von Tieren auf Menschen übertragen werden können. Mit der gesonderten Beherbergung der Tiere im Quarantäne-Container gibt es drei Gewinner. Es kann der Gesundheitszustand der Tiere sichergestellt und so die Gesundheit der Menschen und auch der anderen Tierheimbewohner aufrechterhalten werden.

Strenge Maßnahmen

Um das Ansteckungsrisiko zu verringern und die Versorgung der Tiere dennoch bestmöglich zu gewährleisten, verfügt der Quarantäne-Container über eine spezielle Seuchenausstattung. Die Tierpfleger arbeiten unter strengen Hygienemaßnahmen – Seuchenanzüge, Schutz von Schuhen, Händen, Haaren und Gesichtsmaske sind Pflicht. Beim Betreten und Verlassen des Containers verhindert ein Seuchenteppich die Verschleppung von Krankheitserregern nach drinnen bzw. draußen.

Die Kapazitäten

In insgesamt neun Boxen können bis zu maximal elf Tiere (abhängig von Art, Größe, Alter und Verträglichkeit) im Quarantäne-Container untergebracht werden. Sollte der Platz nicht ausreichen, gibt es auch am TiKo Gelände die Möglichkeit weitere Tiere im separaten Seuchengebäude unter ebenfalls strengen Hygiene- und Sicherheitsauflagen unterzubringen.

©TiKo_Nina Zesar

Das EU-Projekt „Bio Crime“

Das grenzüberschreitende EU-Projekt „Bio Crime“ engagiert sich gegen den illegalen Handel mit Heimtieren aus Osteuropa, vor allem mit Hundewelpen. Kärnten und die italienische Region Friaul-Julisch Venetien arbeiten hier mit Entschlossenheit eng zusammen, um diese kriminellen Tätigkeiten einzudämmen. Das Kooperationsprogramm Interreg V-A Italien-Österreich ist Teil der Förderprogramme im Rahmen des Ziels Europäische territoriale Zusammenarbeit für die Periode 2014 – 2020. Es fördert die ausgewogene, nachhaltige Entwicklung sowie harmonische Integration im Grenzraum zwischen Italien und Österreich und wird durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und nationale öffentliche Beiträge in Höhe von insgesamt rund 98 Millionen Euro finanziert. Das Projekt Bio Crime selber wird mit 1,1 Millionen Euro gefördert. Diese Summe wird auf den Lead Partner und Partner verteilt. Für Kärnten wurde der Projektkostenanteil mit 360.500 Euro genehmigt. Mehr Informationen finden Sie unter www.biocrime.org.

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