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Schwerer Verkehrsunfall nahe Mittlern: LKW von Zug erfasst

Eberndorf

Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich heute kurz nach 11 Uhr bei der L128, der Mittlerner Landesstraße in Richtung Gablern. Aus noch unbekannter Ursache wurde ein Klein-LKW bei einem Bahnübergang bei Mittlern von einem Zug der ÖBB erfasst.

Trotz sofort eingeleiteter Notbremsung des Triebwagenfahrers, einem 39-jährigen Mann aus dem Bezirk Wolfsberg, konnte der Zusammenstoß nicht mehr verhindert werden. Der LKW wurde beim Zusammenstoß zur Seite geschleudert und kam teilweise im Grünstreifen der ÖBB und angrenzenden Acker auf den Rädern zum Stillstand. Dabei wurde der 39-jährige LKW-Fahrer aus Klagenfurt aus der Fahrerkabine geschleudert und vom Vorderreifen des LKW teilweise eingeklemmt.

Ein Großaufkommen an Einsatzkräften wurde zum Verkehrsunfall alarmiert. Vor Ort waren das Team des Roten Kreuzes samt Notarzt, der Rettungshubschrauber RK1, mehrere Polizeistreifen samt Polizeihubschrauber des BMIs, die Freiwilligen Feuerwehren Edling, Kühnsdorf und Peratschitzen.

Der LKW und der Triebwagen der ÖBB wurden schwer beschädigt. ©Varh

Der verletzte LKW-Fahrer wurde von den Feuerwehren befreit, dem Roten Kreuz übergeben und im Anschluss ins Krankenhaus gebracht. Der Lokführer blieb unverletzt, erlitt jedoch einen Schock. Eine Passagierin dürfte leicht verletzt worden sein und erlitt ebenfalls einen Schock. Sie wurde in das Klinikum Klagenfurt eingeliefert. Die sieben weiteren Passagiere blieben unverletzt. 

Am Bahnkörper entstand zwar kein Schaden. Die Leiteinrichtungen der ÖBB wurden jedoch beschädigt, aber sofort wieder in Stand gesetzt. Die im LKW transportierten Lacke und Lösungsmittel stürzten beim Unfall von der Ladefläche und kamen im angrenzenden Grünbereich/Bankett der ÖBB zu liegen, eine geringe Menge Lack floss dabei aus. Weiters traten beim stark beschädigten LKW etwa 50 Liter Diesel aus und gelangten teilweise in den Grünbereich der ÖBB und angrenzenden Acker. Vom Landeschemiker der Kärntner Landesregierung wurde der Aushub des betroffenen Erdreichs angeordnet.

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Geschrieben am: 12.01.2021 13:13 Uhr

  • Quelle: Feuerwehren
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