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Koralmbahn: Kärnten kämpft für zusätzlichen IC-Halt in Kühnsdorf

Mit dem Fahrplanwechsel wird im Dezember 2025 die neue Koralmstrecke in Betrieb gehen. Damit erhält Kärnten eine schnelle Zuganbindung an Graz und Wien. Und damit auch neue wirtschaftliche Chancen für die nächsten Jahrzehnte – sowohl für Betriebsansiedelungen, für Arbeitsplätze und Wertschöpfung als auch für eine attraktive Region zum Leben. „Doch es werden nur jene Regionen profitieren, in denen die Züge auch stehen bleiben. Derzeit laufen wir jedoch Gefahr, dass die Fernverkehrszüge an Unterkärnten regelrecht vorbeifahren. Wir werden alles tun, damit es nicht dazu kommt“, sagt Mobilitätslandesrat Sebastian Schuschnig bei der heutigen Regierungssitzung.

Deshalb wurde heute einstimmig eine Resolution an das Verkehrsministerium und die ÖBB verabschiedet, um einmal mehr einen zusätzlichen IC-Halt einzufordern. „Die Kärntner Interessen müssen bei der Fahrplangestaltung berücksichtigt werden. Wir erwarten uns, dass die Verkehrsministerin dieses Anliegen der Menschen einer ganzen Region, eines regionalen Wirtschaftsraums, eines der nächtigungsstärksten Sommertourismusgebiete Österreichs ernst nimmt und mit uns gemeinsam an einer Lösung arbeitet“, so LR Martin Gruber bei der Pressekonferenz nach der Regierungssitzung.

Nach dem derzeitigen Stand der Fahrplangestaltung sind für die Züge des hochrangigen Fernverkehrs lediglich Systemhalte am Bahnhof Lavanttal (Bezirk Wolfsberg) und am Hauptbahnhof Klagenfurt am Wörthersee vorgesehen. „Im Gegensatz dazu ist für den Bezirk Völkermarkt kein Halt vorgesehen“, sagt Schuschnig. „Und das trotz aller Gespräche, die geführt wurden, trotz der Gutachten, die wir vorgelegt haben und obwohl man dort eine neue Bahnhaltestelle gebaut hat, die explizit auf Züge ausgerichtet wurde, die an der Koralmbahn verkehren. Das ist absolut unverständlich“, so Landesrat Martin Gruber.

Bereits mehrfach wurde in den vergangenen Jahren seitens des Landes Kärnten und der Region auf die Notwendigkeit eines zusätzlichen Halts in Völkermarkt hingewiesen. Dass ein solcher möglich sei, wurde bereits gutachterlich untermauert: Denn ein zusätzlicher Systemhalt würde einen Zeitverlust von 3,5 Minuten bedeuten. „In einem Gutachten der TU Wien haben wir jedoch Möglichkeiten aufgezeigt, rund 8 Minuten auf der Strecke wieder gut zu machen“, erläutert Schuschnig. Er werde daher auch das Gespräch mit Ministerin Gewessler suchen und alle Möglichkeiten ausschöpfen, damit die Region den IC-Halt doch noch bekommt. Die bisher geplanten Haltepunkte in Kärnten sollen bestehen bleiben. „Aber wir wollen, dass auch die Region Völkermarkt die Chance erhält, von der Koralmbahn zu profitieren“, so die beiden Landesräte abschließend.

Quelle: Land Kärnten