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Projekt „Bau packt an“: Aus- und Weiterbildungsoffensive für interessierte Arbeitslose

Mit einer groß angelegten Aus- und Weiterbildungsoffensive sollen Menschen, die ihren Job verloren haben, aufgefangen und für stark nachgefragte Aufgaben in der Baubranche vorbereitet werden. Hinter dieser gemeinsamen Offensive steht eine Kooperation von Landesinnung Bau, AMS Kärnten, der Gewerkschaft Bau-Holz, dem Land Kärnten und den Kärntner Bauunternehmen.

„Projekte, wie „Bau packt an“ sorgen für die notwendige Fachkräftequalifizierung und helfen dabei den Bedarfen des Arbeitsmarktes, aber vor allem jenen der in Kärnten lebenden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gerecht zu werden. ‚Bau packt an‘ ermöglicht sinnstiftende Arbeit entsprechend unserer Arbeitsmarktstrategie 2021+ für Kärnten und den Zielen des territorialen Beschäftigungspaktes, den wir mit 70 Millionen Euro höher dotiert haben als jemals zuvor“, betont Arbeitsmarktreferentin LHStv.in Gaby Schaunig.

Peter Wedenig, Geschäftsführer des AMS Kärnten ergänzt: „Mit dieser neuen Ausbildungsform wollen wir zwei Herausforderungen begegnen: Zum einen gilt es, Potenziale für den Baubereich zu erschließen; Stichwort: Fachkräfte. Zum anderen bieten wir für jene Personen, die bereits Erfahrungen im Baubereich haben, Höherqualifizierungen an. Das ist deshalb wichtig, weil Themen der Technisierung auch im Bau das Gebot der Stunden sind. Insbesondere auch für Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen eröffnen sich hier Chancen: Sie können ihre bisherigen Erfahrungen einbringen und in Kombination mit dem neuen Knowhow und technischen Möglichkeiten noch einmal beruflich durchstarten.“

Für Bauinnungsmeister Robert Rauter steht fest: „Die Baubranche ist bekannt dafür, anpacken zu können. Und dieser Anschauung wollen wir gerecht werden, denn mit vereinter Kraft können wir die Herausforderungen der letzten Zeit zum Guten wenden – für die Menschen und die Bauwirtschaft.“

Für Alois Peer, Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft Bau-Holz Kärnten, steht die berufliche Höherqualifizierung im Mittelpunkt: „Für uns hat das Schaffen und Sichern von Beschäftigung oberste Priorität. Nur wenn rechtzeitig in Aus- und Weiterbildung investiert wird, werden ausreichend Fachkräfte vorhanden sein. Durch die Lehrausbildung und laufende Weiterbildung auch für ältere Arbeitnehmer erhöht sich die berufliche Qualifikation und das steigert die Chance, zukünftig am Arbeitsmarkt ein gutes Einkommen zu erhalten.“

Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl zeigt sich von dem Projekt begeistert und sieht es als Innovation mit Zukunftscharakter: „Ich halte das für eine große Chance – einerseits für Menschen, die sich aufgrund der Wirtschaftskrise neu orientieren wollen, andererseits für die Bauwirtschaft, die händeringend gut ausgebildete Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sucht. Wenn es funktioniert, kann dieses Modell auch Vorbild für andere Branchen werden.“

Quelle: Land Kärnten