Gemeinden

Jungbauernschaft und Bauernbund setzten ein Zeichen in 126 Kärntner Gemeinden

Vielleicht ist es dem ein oder anderen bereits aufgefallen. Unzählige Mistgabelaufsteller unter dem Motto „…ist das auf deinem Mist gewachsen?“ wurden am Samstag, den 10. April, in 126 Gemeinden in Kärnten aufgestellt. Damit wurde ein aktives Zeichen gegen achtlose Entsorgung von Abfällen am Weg- und Straßenrand sowie auf Wiesen, Felder und Wälder gesetzt. Die Kärntner Jungbauernschaft und der Kärntner Bauernbund appellieren an jeden Einzelnen seinen Müll ordnungsgemäß zu entsorgen, anstatt ihn dort wegzuwerfen wo er gerade anfällt.

Die Verschmutzung von Wiesen, Äcker, Feldern und Wäldern werden zur immer größeren Herausforderung für Kärntens BäuerInnen. „Bevor Bäuerinnen und Bauern im Frühjahr ihre Felder bestellen und Wiesen bestoßen und somit die Grundlage für die Produktion gesunder heimischer Lebensmittel legen können, müssen sie ihre Flächen immer öfter von Müll befreien, welcher von achtlosen Autofahrern oder Passanten dort hinterlassen wurde. Auch Kärntens Straßenmeistereien sammeln jährlich 500 Tonnen (100 LKW-Ladungen!) Müll am Straßenrand zusammen, wodurch pro Jahr rund 700.000 Euro an Reinigungskosten zulasten der Steuerzahler entstehen“, so der Kärntner Bauernbund.

„Achtlos weggeworfener Müll verursacht hohe Kosten für die Beseitigung, verschandelt unsere Kulturlandschaft und kann in letzter Konsequenz in Futter- oder Lebensmittel landen und deren Qualität stark beeinträchtigen“, gibt Jungbauernobmann Herwig Drießler zu bedenken. In einer Gesellschaft, welche immer mehr Wert auf Umwelt- und Klimaschutz legt, wirkt diese Entwicklung mehr als befremdlich. „Die verantwortungslose Wegwerfmentalität Einzelner kann die Gesundheit und sogar das Leben unserer Nutztiere gefährden, dafür muss das Bewusstsein in der Gesellschaft noch geschärft werden!“, mahnt Bauernbund-Landesobmann Johann Mößler.

„Wir Bäuerinnen und Bauern wollen hochwertige, regionale und gesunde Lebensmittel produzieren und bitten Autofahrer und Passanten uns durch die ordnungsgemäße Entsorgung ihres Mülls dabei zu unterstützen“, appelliert Drießler. Es bedarf mehr Bewusstsein und Sensibilität, damit Abfall nicht mehr dort weggeworfen wird, wo er gerade anfällt, weshalb die Thematik im Rahmen der Kampagne zusätzlich in den sozialen Medien aktiv aufgegriffen wird. „Jeder Einzelne kann durch mehr Achtsamkeit seinen Beitrag leisten. Wer seinen Müll ordnungsgemäß entsorgt, hält unsere Natur rein, erspart den Bäuerinnen und Bauern Arbeit und Kosten und hält letztendlich unsere zukünftigen Lebensmittel sowie die Futtermittel für unsere Tiere sauber“, so Mößler abschließend.

Quelle: Kärntner Bauernbund (Homepage, aktuelles)