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Verordnung zur Bejagung von Auer- und Birkhahn beschlossen

Seit Jahrzehnten werden Auer- und Birkhahn, die zu den so genannten Raufußhühnern zählen, in Kärnten in eingeschränktem Maße bejagt, ohne dabei den Bestand zu gefährden. Geregelt wurde die Bejagung bisher mittels Bescheiden, die jährlich neu von der Jagdbehörde zu genehmigen waren. Nun wurde eine Verordnung ausgearbeitet und nach Begutachtung heute, Mittwoch, in der Landesregierung beschlossen, mit der die Bejagung von Auer- und Birkhahn „auf eine längerfristige und rechtlich solide Basis gestellt wird“, wie Jagdreferent LR Martin Gruber betont.

Die Bejagung männlicher Exemplare von Auer- und Birkwild wird damit für die Zeit von 10. bis 31. Mai, dem Zeitpunkt der Frühjahrsbalz, erlaubt. Das freigegebene Kontingent beträgt beim Auerhahn für ganz Kärnten 139 Stück pro Jahr, beim Birkhahn 275 Stück pro Jahr. Damit die Population auch weiterhin in einem günstigen Erhaltungszustand bleibt, hat die Kärntner Jägerschaft laut Verordnung regelmäßig ein Monitoring des Bestands durchzuführen und auch die Lebensräume der Raufußhühner zu erhalten.

„Wir folgen damit in Kärnten dem Grundsatz einer Jagd, die natürliche Ressourcen nützt und schützt. Denn eine nachhaltige Jagd sorgt nachweislich für gesunde Tierbestände“, so Gruber. So sind in Ländern, in denen die Bejagung des Auerhahns gänzlich eingestellt wurde, die Bestände fast verschwunden, wie etwa in Slowenien und Südtirol. „Wir hingegen haben seit Jahren stabile und vor allem genetisch diverse Bestände, was auf eine gesunde Population hinweist“, sagt der Jagdreferent abschließend.

Quelle: Land Kärnten