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Regierungssitzung: 25-prozentige Honorarerhöhung für Notärzte beschlossen

„Kärnten kann auf sein flächendeckendes und lückenloses Notarztsystem stolz sein. Abgesehen von zwei Hubschrauberstützpunkten verfügen wir über neun bodengebundene Notarztstützpunkte in Klagenfurt, Villach, St.Veit/Glan, Spittal/Drau, Friesach, Hermagor, Völkermarkt, Feldkirchen und Wolfsberg. Übers Jahr gesehen sind 5.526 Dienste zu besetzen – aktuell macht vor allem die Coronakrise eine lückenlose Besetzung schwieriger, denn als Notärzte sind hauptsächlich Anästhesisten und Intensivmediziner im Einsatz“, erklärte Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner heute, Montag, nach der Regierungssitzung.

Kärnten werde die Wochenend- und Feiertagsdienste nach und nach so umstellen, dass sie im Rahmen des Dienstes an den Krankenanstalten zu besetzen sind – und nicht mehr auf Freiwilligkeit beruhen. „Das geht aber nur langsam, weil dazu der Personalstand in den Krankenhäusern erhöht werden muss. Und weil Anästhesisten nicht vom Himmel fallen, benötigen die Postenbesetzungen ihre Zeit“, so Prettner. Daher wurde in der Regierungssitzung beschlossen, rückwirkend mit 1. Jänner 2021 die Honorare für Wochenend- und Feiertagsdienste anzuheben. „Und zwar um je 25 Prozent. Das bedeutet, dass man für einen 24-Stunden-Feiertagsdienst 1.243,44 Euro an Honorar erhält. Gemeint sind 16 Feiertage plus zwei Fenstertage. Auch jeder Samstagsdienst und jeder Sonntagsdienst wird rückwirkend mit je 1.243,44 Euro abgegolten“, konkretisierte Prettner. In Summe zahlt das Land Kärnten für die Notärzte 2,8 Millionen Euro pro Jahr. Die 25-prozentige Erhöhung bedeutet Mehrkosten von 233.000 Euro für 2021.

„Zusätzlich wurde vereinbart, dass ab 1. 1. 2024 die Notarztstützpunkte Klagenfurt und Villach an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen durch das Klinikum Klagenfurt bzw. das Landeskrankenhaus Villach im Rahmen der Dienstzeitverpflichtung aus dem Krankenanstaltendienst besetzt werden müssen. Dazu sind zum bestehenden Personalbedarf an den beiden Abteilungen für Anästhesie und Intensivmedizin in Klagenfurt und Villach zusätzlich je zwei weitere (insgesamt vier) Vollzeitkräfte anzustellen“, sagte die Gesundheitsreferentin.

Quelle: Land Kärnten