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Fünf Luchse nahe Kärntner Grenze freigelassen: Hoffnung den Bestand zu erhöhen

Symbolfoto Luchs ©pixabay

In Lenka, Julija, Tris, Zois und Aida wird viel Hoffnung gesetzt. Die fünf Luchse, sie kommen aus Rumänien und der Slowakei, wurden kürzlich nahe der Kärntner Grenze in Slowenien freigelassen und soll Kärnten wieder mit Luchs-Leben erfüllen, berichtet der WWF (World Wide Fund for Nature).

Der Weg bis zu Lenkas, Julijas, Tris, Zois und Aidas Freilassung war lang. Die Tiere wurden in der Slowakei und Rumänien – Ländern mit ausreichend großen Luchsbeständen – gefangen. Nach drei Wochen Quarantäne, um sicher zu gehen, dass sie gesund sind konnten sie unter tierärztlicher Aufsicht, ihre Reise in die slowenische Gorenjska Region antreten. Nach einer weiteren Quarantänezeit in Slowenien, um sich an die neue Umgebung gewöhnen, konnten sie schließlich Ende April ihre neue Heimat erkunden. Die Freilassung in Slowenien wurde von einer breiten Allianz aus Politik, Naturschutz, Jägerschaft und Forstwirtschaft getragen und durch die Europäische Union unterstützt. Der WWF hat als Co-Financier zur Freilassung, die im Rahmen der EU-Projektes LIFE Lynx erfolgte, beigetragen.

„Wenn es gelingt, die heimischen Vorkommen mit dem nun gestärkten slowenischen Bestand zu vernetzen, wäre das ein großer Erfolg. Voraussetzung für das Überleben der Luchse in Österreich ist und bleibt aber die Offenhaltung von Wanderkorridoren sowie die konsequente Bekämpfung von illegaler Verfolgung“

Christian Pichler,  Artenschutzexperte des WWF Österreich
Alle Tiere tragen Halsband-Sender, damit ihre Wanderungen via GPS verfolgt werden können. (im Bild Luchs Tris) © by LIFE Lynx / Davorin Tome

Hoffnung für Österreichs Luchse

Die Hoffnung besteht, dass ein gestärkter Luchs-Bestand in Slowenien auch einen positiven Einfluss auf den österreichischen Luchs-Bestand hat. Derzeit gibt es in Österreich maximal 40 Luchse, die aber sehr verstreut voneinander leben. „Für die heimischen Luchse ist es ein Wettlauf gegen die Zeit. Sie werden maximal 15 Jahre alt. Nur vier bis fünf Weibchen bringen im Schnitt jeweils zwei Jungtiere pro Jahr zur Welt. Sorgen wir nicht für wesentlich mehr Nachwuchs, sieht es für den Fortbestand des Luchses in Österreich schlecht aus“, sagt Pichler. 
 
„Letztlich ist es eine Frage des politischen Willens, das erneute Verschwinden der scheuen Katzen in Österreich zu verhindern“, appelliert WWF-Experte Pichler. Die Zerschneidung der Lebensräume des Waldbewohners – etwa durch Straßen, Siedlungen und Industriegebiete – muss durch einen Stopp des heimischen Flächenfraßes verhindert und durch sichere Querungsmöglichkeiten überwunden werden. Wilderei ist als Straftat konsequent zu verfolgen. Auch die Umsiedelung aus anderen Gegenden Europas kann das Luchsvorkommen in Österreich stärken.

Quelle: WWF Österreich

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