Interview

Unternehmer Stefan Breznik – Geheimnisse des Erfolgs

Zielort: Brauhaus Breznik. Ein Familienbetrieb der mit Liebe, Regionalität und Innovationsgeist nicht nur den Wirtschaftsstandort Bleiburg bereichert und stärkt, sondern auch für die gesamte Region Klopeinersee- Südkärnten ein Impulsgeber ist. Das kürzlich von Falstaff zur beliebtesten Kleinbrauerei Kärntens gekürte Unternehmen liegt im Herzen von Bleiburg. Inhaber Stefan Breznik nahm sich Zeit um mit uns ein exklusives Interview zu führen.

In Bleiburg wurde bereits gegen 1750 Bier gebraut und durch die Familie Breznik, mit Braumeister Gerhard Primožič-Breznik vor rund zwölf Jahren wieder ins Leben gerufen. Mit viel Beharrlichkeit und natürlich „learning by doing“ werden seit einigen Jahren drei Biersorten produziert – „Helles“, „Dunkles“ und „S’Schwoarze“.

Mitarbeiter Michael Kolesnik, Braumeister Gerhard Primožič-Breznik und Stefan Breznik ©Varh

Ihre Bierbrau-Philosophie ist die sogenannte „Drinkability“ – die Trinkbarkeit des Bieres wird also verfolgt. „Es soll das siebente Bier genauso gut schmecken, wie das davor“, erklärt Stefan Breznik lächelnd. Es zeigt sich also, dass der feine Geschmack zählt. Denn wie Breznik erklärt: „Während das helle Bier deutlich mehr Männern schmeckt, bevorzugen die Frauen eher unser dunkles Bier.“ Das schwarze Bier hingegen wird, so Breznik, von den besonderen Gästen genossen.

Längst hat die Nachfrage nach dem beliebten heimischen Bleiburger Gebräu den ersten Braukeller gesprengt. Nach dem Zweiten ist nun, wie VK24 verraten wird, bereits der dritte Braukeller der Breznik’s in Planung.

Gastro, Hotellerie und Co.

Die gutbürgerliche Küche von Breznik hat sich bewährt. So setzt der Gastronom nicht auf Neofood und kulinarischen Experimenten, sondern auf die Qualität von heimischen Produzenten. Gekocht und serviert von und mit seinem tollen Team an MitarbeiterInnen – dazu natürlich, wenn gewünscht, das passende Bier.

Im Hotelbetrieb wird auf Komfort und Individualität großen Wert gelegt. So wird man von unterschiedlichen Themenzimmern, benannt nach heimischen Künstlern, wie Kresnik, Brandl und Co. inspiriert. Jedes Zimmer umspielt ein eigenes Flair. Die Ausstattung wird regelmäßig erneuert und der gebotene Service lässt dem Gast kaum einen Wunsch offen.

Unternehmer Stefan Breznik im Interview mit VK24 ©Varh

Eine weitere Sparte, die Familie Breznik weit über unsere Landesgrenzen bekannt gemacht hat, ist der Campingplatz am Turnersee. Auch dort wurde auf Innovation gesetzt. Schon vor Jahren hat man erkannt, dass auch diese Urlaubssparte seine eigenen Bedürfnisse hat. So wurde schon lange vor anderen Betrieben dem Gast unter anderem Mobile Homes zu Verfügung gestellt. Keine Frage, dass dieses Engagement sich an der Auslastung zeigt. und auch nicht verwunderlich, dass Familie Breznik dafür eine Auszeichnung erhalten hat: „Bester Campingplatz 2020!“

Apropos Mitarbeiter: Bei Breznik in Bleiburg wurde vor einigen Jahren eine fünf Tage Woche für die Mitarbeiter eingeführt (Sonntag Ruhetag!). „Hätten wir das nicht gemacht, glaube ich nicht, dass wir noch unsere wunderbaren Mitarbeiter hätten, in der Art, wie wir sie haben. Das ist auch der Grund warum wir, auch von der Arbeitszeit her, ein sehr attraktiver Betrieb sind. Hätten wir das nicht gemacht, hätten wir momentan keine Chance Mitarbeiter zu finden, denn momentan ist der Arbeitsmarkt eine absolute Katastrophe,“ so Stefan Breznik. Unterm Strich ist selbst der gegenwärtige Fachkräftemangel für Breznik also kein Thema, denn alle Mitarbeiter werden wertgeschätzt und weit über dem Kollektivvertrag entlohnt! Da geht man doch gerne arbeiten, oder?

Social Media

Smart und tough erklärt Stefan Breznik, dass ohne Social Media und Onlinewerbung heutzutage „nichts mehr läuft“. Er selbst beschäftigt sich seit Jahren damit. Als ehemaliges Vorstandsmitglied der Region Klopeinersee-Südkärnten weiß er, wie wichtig es ist Onlinewerbung zu machen. „Man muss mit der Zeit gehen und auf die „neuen G’schichten“ reagieren“, sagt Breznik. Aber er weiß auch: Es ist nicht alles Gold was glänzt!

Stefan Breznik ©Varh

Stefan Breznik

Wenn man annehmen sollte, dass 15 Arbeitsstunden am Tag für Stefan Breznik schon genug sind, dann irrt man sich. Nicht nur, dass der liebende Ehemann und Familienvater ein begeisterter Musiker ist, er setzte sich auch mit all seiner Deutlichkeit maßgeblich für das gedeihliche Miteinander der Kärntner Volksgruppen ein. So manchem Politiker wird er dafür noch lange in Erinnerung bleiben.

Fazit: Die Familie Breznik hat Vieles richtig gemacht. Sie hat sich zu einem vorbildlichen Leitbetrieb etabliert, von dem es leider viel zu wenige in unserer Region gibt.

Quelle; Interview Stefan Breznik