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Finanzielle Unterstützung bei Einstieg in bäuerliche Fischzucht

Die Nachfrage nach heimischem Fisch steigt. In Kärnten hat sich die Fischproduktion in den letzten 20 Jahren verdoppelt, trotzdem kann die Nachfrage nach Fisch aus heimischen Gewässern noch nicht gedeckt werden. „Speziell bei der bäuerlichen Fischproduktion gibt es noch großes Entwicklungspotenzial. Wir möchten daher mehr landwirtschaftlichen Betrieben den Einstieg in die Fischzucht und so eine zusätzliche Einkommensquelle ermöglichen“, informiert Agrarreferent Landesrat Martin Gruber heute. Mithilfe einer neuen Förderschiene soll bei Erstinvestitionen finanziell unterstützt werden.

Die Mittel für die Finanzierung stammen aus dem Agrarreferat von Landesrat Gruber, die Abwicklung der Aktion übernimmt die Landwirtschaftskammer Kärnten. Derzeit gibt es in Kärnten nur rund 40 Betriebe, die im Verein der Kärntner Fischzüchter aktiv sind. Nur 20 davon produzieren auch in einer Menge, die ein bäuerliches Nebeneinkommen ermöglicht. Die neue Förderaktion soll nun dazu beitragen, im Rahmen der landwirtschaftlichen Produktion, den Selbstversorgungsgrad mit heimischen Fischen zu steigern und somit auch die Importabhängigkeit an Fischprodukten zu reduzieren.

Die am häufigsten gezüchteten Fischarten in Kärnten sind Saibling, Seeforelle und Lachsforelle (Symbolfoto) ©pixabay

Gefördert würden alle Kosten, die im Zusammenhang mit dem Neubau von Fischteichanlagen anfallen, von Grabungsarbeiten bis hin zu Wasserzuleitungen und Einzäunungen. „Wir wollen damit die ersten Investitionshürden erleichtern“, betont LR Gruber. Pro Betrieb sei eine Unterstützung von bis zu 6.000 Euro bzw. 30 Prozent der Kosten möglich. Die geförderte Anlage müsse allerdings mindestens fünf Jahre lang selbst bewirtschaftet werden. „Der Sektor hat Zukunftschancen und Kärnten mit seinem sauberen Wasser alle Voraussetzungen, um in der Fischzucht erfolgreich zu sein“, ist sich Landesrat Gruber sicher. In einer Erstdotierung hat er ein Budget von 50.000 Euro dafür aufgestellt. Anträge können ab sofort gestellt werden.

Quelle; Land Kärnten