Eisenkappel-Vellach

Schutzmaßnahmen in Ebriacher Klamm nach Borkenkäferplage

Nach dem Sturmereignis im Jahr 2017 hat sich im Bereich der Ebriacher Klamm in der Gemeinde Eisenkappel-Vellach in den Jahren 2018 und 2019 ein Borkenkäfer-Problem entwickelt. Die Entfernung des von den Käfern befallenen Holzes war aus forstlicher Sicht dringend erforderlich und daher wurde im Herbst 2019 ein Maßnahmenpaket zur Behebung des Problems mit allen beteiligten Institutionen (Gemeinde, Forstdienst, Landesstraßenverwaltung und Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV)) vereinbart.

Im flächenwirtschaftlichen Projekt 2021, das kommenden Dienstag in der Regierungssitzung zur Beschlussfassung ansteht, sind Wiederbewaldungsmaßnahmen auf vier Hektar, die Schlägerung von Seilbringungen von rund 300 Festmetern Schadholz, die Errichtung von 194 Laufmetern Stahlschneebrücken, die Errichtung von 180 Stück Gleitschneeböcken sowie 240 Laufmeter Steinschlagschutznetzen vorgesehen. „In allen Sturmgebieten Kärntens setzen wir flächenwirtschaftliche Projekte in Millionenhöhe um, die entweder einen forstlichen Schwerpunkt oder – wie hier – einen Schwerpunkt auf Verbauungsmaßnahmen legen. Sie sind für Bevölkerung und Grundbesitzer eine enorm wichtige Unterstützung“, betont Landesrat Gruber, der auch Forstreferent ist.

„Um Bewohnerinnen und Bewohner sowie Infrastruktur bestmöglich zu schützen, ist eine technische Verbauung der lawinengefährdeten Grabenbereiche geplant, da durch das vorangegangene Entfernen des nahezu gesamten Waldbestandes eine erhöhte Lawinengefahr aus den steilen Gräben der Klamm droht“.

Katstrophenschutz und Gemeindereferent Landesrat Daniel Fellner

Durch die Maßnahmen in der Ebriacher Klamm wird zugleich auch die L131 Trögener Landesstraße geschützt. „Sie ist eine wichtige Zufahrtsstraße zu den Ortschaften Ebriach und Trögern und in diesem Bereich der Klamm immer wieder durch Steinschläge und Lawinen gefährdet. Daher beteiligen wir uns auch als Straßenbaureferat an den Schutzmaßnahmen“, so Landesrat Gruber. Immer wieder musste die Straße im Winter mehrere Tage wegen Lawinengefahr gesperrt werden. Darüber hinaus ist es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Steinschlägen und kleineren Gesteinsrutschungen gekommen. Fellner: „Als weiteres Gefahrenpotential ist das in der Fläche verbliebene Käferholz zu sehen, das umzustürzen und abzurutschen droht“.

Die Umsetzung der geplanten Schutzmaßnahmen erfolgt im Zeitraum von 2022 bis 2031, wobei die Errichtung aller Steinschlagnetze und der Lawinenwerke sowie die Räumung der Projektfläche von Totholz oberste Priorität haben und in den Jahren 2022 und 23 erfolgen sollen. Danach folgen Aufforstungen, Pflegeeingriffe, Kulturschutz und -pflege. Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf 1,09 Millionen Euro, der Gesamtlandesmittelanteil beträgt 250.700 Euro.

Quelle: Land Kärnten