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Carina Leyroutz
5 Minuten Lesezeit

Olympische Winterspiele: St. Marxen fiebert mit Niko Opetnik

Die Olympischen Winterspiele 2022 gehen dem Ende zu. Mittendrin statt nur dabei ist der gebürtige St. Marxner Niko Opetnik. Hauptberuflich seit elf Jahren als Skitrainer tätig, ist er bereits vier Saisonen Cheftrainer der US-Amerikanischen Weltcupmannschaft im Skicross. VK24 hat Niko Opetnik in Peking erreicht und den 28-Jährigen prompt mit einigen Fragen gelöchert. Was ist deine…

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Die Olympischen Winterspiele 2022 gehen dem Ende zu. Mittendrin statt nur dabei ist der gebürtige St. Marxner Niko Opetnik. Hauptberuflich seit elf Jahren als Skitrainer tätig, ist er bereits vier Saisonen Cheftrainer der US-Amerikanischen Weltcupmannschaft im Skicross. VK24 hat Niko Opetnik in Peking erreicht und den 28-Jährigen prompt mit einigen Fragen gelöchert.

Was ist deine Aufgabe bei den Olympischen Winterspielen?
„Ich bin Cheftrainer der Amerikanischen Skicrossmannschaft. Meine Aufgabe ist es meine Mannschaft gut durch die Olympischen Spiele zu bringen. Wir sind bereits früher angereist um uns bestmöglich auf die Olympischen Spiele – physisch und auch psychisch – vor Ort vorzubereiten. Aber es ist mega cool hier.“

Wie ist es nach China einzureisen. Gab es Vorbereitungen?
„Die Einreise war eigentlich eine ziemliche Herausforderung. Wir mussten zwei Wochen vor der Abreise täglich unsere Körpertemperatur checken, unsere Aufenthaltsorte angeben und natürlich mit wem wir uns in der Zeit getroffen haben. Diese ganzen Angaben mussten wir dann in einer App eintragen. 96, 72, 48 und 24 Stunden vor der Abreise und auch am Abreisetag mussten wir einen PCR-Test machen, der eingereicht werden musste damit wir wirklich „safe“ sind und somit auch klar war, dass wir kein Corona haben. Es war wirklich eine sehr komplizierte und aufwendige Arbeit, dass wir überhaupt einreisen durften.“

Wie erlebst du gerade die Olympischen Winterspiele? Wie ist die Atmosphäre?
„Es ist mega cool hier. Der Vibe, die Möglichkeit alle top Athleten der Welt zu sehen und mit ihnen ganz normal zu quatschen… auch das Olympische Dorf ist irrsinnig cool denn hier repräsentieren alle ihre Länder. Ich war selbst die ersten ein, zwei Tage ein wenig überfordert. Es sind meine ersten Olympischen Spiele und ich bin einfach überwältigt. Natürlich ist es eine Ehre für mich, hier die Amerikanische Flagge repräsentieren zu dürfen, denn wir haben mit der Mannschaft die letzten vier Jahre darauf hingearbeitet hier mit dabei sein zu können. Und wir haben es geschafft.“

Der 27-jährige Skicross-Athlet Tyler Wallasch (links) geht für die USA an den Start. Hier zu sehen mit seinem Trainer Niko Opetnik ©Privat

Was ist eigentlich Skicross Niko?
Skicross ist ganz einfach erklärt eine Sportart, bei der vier Athleten mit Ski gleichzeitig über einen Hindernisparcours fahren – mit Wellen, Bahnen, Sprüngen, Negativkurven und Steilkurven. Das ganze geht so weit, dass die ersten Zwei, die das Ziel erreichen in der nächsten Runde mit dabei sind, bis es ins Finale geht.“

Wie lange bleibst du in Peking?
„Ich bin bis zur „Closing Ceremony“ hier weil wir mit dem Skicross Team auch einer der letzten Events bei den Olympischen Spielen sind. Am 14. Februar hatten wir unseren ersten Trainingstag und unser Rennen ist am 18. Februar.“

Gibt es bereits Pläne für „danach“?
„Ja, die gibt es. Von Peking geht es dann für uns mittels Charterflug direkt am 21. Februar nach Russland zu den nächsten zwei Weltcuprennen. Dieser Flug wurde von der FIS eigens organisiert. Am 13. März sind wir noch beim Weltcuprennen auf der steirischen Reiteralm und schlussendlich beim letzten Weltcuprennen in der Schweiz. Dann endet für uns die Saison und die Vorbereitungen für die neue Saison können starten.“

Das will Niko Opetnik noch sagen:
„Drückt uns bitte für unser Rennen die Daumen. Unser Athlet ist Tyler Wallasch. Wir sind sozusagen eine „One-Man-Show“. Tyler ist der erste Amerikaner, der im Skicross bei den Olympischen Spiele mit dabei ist. Dadurch, dass es in den USA leider keine Unterstützung für den Skicross gibt, wird das ganze Team privat finanziert. Aber wir machen das Beste daraus. Unser größtes Ziel haben wir ja bereits geschafft, wir sind bei den Olympischen Spielen mit dabei. Aber natürlich würden wir noch gerne mit einer Medaille nach Hause reisen.“

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  • Online: 17.02.2022 - 18:05