Eberndorf
Carina Leyroutz
2 Minuten Lesezeit

Verladebahnhof Kühnsdorf

Land Kärnten beschließt Kauf von Bahnhofsareal

Rund 1,85 Millionen Euro investiert das Land Kärnten in die Sicherung der Liegenschaft in Kühnsdorf, welche in das Eigentum des Landes Kärnten überführt wird.

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Seit vielen Jahren ist der Erhalt des Verladebahnhofs in Kühnsdorf ein wichtiges Anliegen der Jauntaler Region, um als Wirtschaftsstandort die Chancen der Koralmbahn zu nutzen und neue Betriebe anzusiedeln. Nachdem das Land Kärnten bereits 2019 einen Grundsatzbeschluss zum Erhalt der Infrastruktur gefasst hatte und regionale Unternehmer und die Gemeinden ein Betriebskonzept erarbeitet hatten, wurde am heutigen Dienstag in der Regierungssitzung der Ankauf des Bahnhofsareals endgültig beschlossen.

Die Kaufverträge mit der ÖBB Infrastruktur werden in den nächsten Wochen seitens des Landes verhandelt und unterfertigt. ©Varh-Tropper

Der Bahnhof soll nun mit einer langfristigen Nutzungsvereinbarung den künftigen Bahnhofsbetreibern zur Verfügung gestellt werden. Gemeinsam mit den Standortgemeinden Völkermarkt, Eberndorf und St. Kanzian sollen mit privaten Unternehmern insgesamt rund 5,8 Millionen Euro investiert werden, um den Verladebahnhof zu betreiben.

„Allen voran wird ein Gleisbogen von der Koralmbahn zum Bahnhof errichtet werden“, so Landesrat Sebastian Schuschnig. Die hierfür erforderlichen Behördenverfahren sind bereits gestartet. „Das Land bereitet derzeit mit Sachverständigen die Umweltverträglichkeitserklärung auf, damit die nötige UVP Änderungsgenehmigung der Koralmbahn erwirkt werden kann“, betont Schuschnig. Zusätzlich ist eine eisenbahnrechtliche Genehmigung erforderlich. Hierfür erwachsen Kosten von rund 200.000 Euro, welche aus den Referaten der beiden Landesräte Gruber und Schuschnig getragen werden.

die beiden Landesräte Martin Gruber und Sebastian Schuschnig setzen sich für den Erhalt des Verladebahnhofs in Kühnsdorf ein. ©Büro LR Gruber/Posch

„Die gesamte Region kann von der Entwicklung des Verladebahnhofs profitieren“, ist Landesrat Martin Gruber überzeugt. Denn es gehe darum, die Chancen der Koralmbahn zu nutzen, Unternehmen im Umfeld des Verladebahnhofs anzusiedeln und damit um regionale Wertschöpfung. „Wir haben uns daher bewusst dafür entschieden, diese Infrastruktur als Land Kärnten für die Öffentlichkeit zu sichern und die Mittel dafür aufgestellt. Damit setzen wir auch eine langjährige Forderung der Region um“, so der Orts- und Regionalentwicklungsreferent abschließend.

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  • Online: 03.05.2022 - 14:40