Errichtet und betrieben wird die neue Pilotanlage von der SynCycle Operations GmbH, die im Eigentum der Kärntner KRUWE GmbH, der oberösterreichischen Next Generation Elements GmbH und der steirischen BDI – BioEnergy International GmbH steht. KRUWE-Chef Werner Kruschitz: „Durch diese Investition werden die im Raum Unterkärnten bereits vorhanden Kunststoffrecyclingfirmen unterstützt, um einen höheren Grad an Recyclingquoten zu erfüllen. Kunststoffrecycling wird durch den „Green Deal“ und der Kunststoffstrategie der EU als Schwerpunkt für die Erreichung der Klimaziele gesetzt. Das chemische Recycling von Kunststoffabfällen ist eine sinnvolle Ergänzung zum mechanischen Recycling und kann im Zusammenhang mit der Ausbildungsstätte für Kunststoffe und Recyclingtechnik an der HTL Ferlach eine weitere Zukunftsbranche in und für Kärnten werden.“
Im Rahmen der KWF-Ausschreibung mit dem Namen „EFRE-Offensive für Wachstum und Beschäftigung von produzierenden KMU“ wird das Projekt gefördert. Ziel der Ausschreibung ist die Förderung von produzierenden kleinen und mittleren Unternehmen im industriell-gewerblichen Bereich, welche Investitionsvorhaben realisieren, die ein nachhaltiges Unternehmenswachstum unterstützen und damit die Schaffung neuer Arbeitsplätze in Kärnten ermöglichen. In diesem Projekt ist die erstmalige Umsetzung einer thermo-chemischen, modularen Pyrolyse(pilot)anlage auf Basis eines eigenständig weiterentwickelten Analyseverfahrens geplant. Die angewandte Verfahrenstechnik (SynCycle-Technologie) ist ein Prozess, bei dem gemischte Kunststoffabfälle durch Pyrolyse zu Pyroloyseöl (SynCrude) verarbeitet werden.