Völkermarkt
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Blaschitz: „Man muss die Menschen gern haben“

Völkermarkt: Ehrenbürgerschaft für Altbürgermeister Valentin Blaschitz

Es war ein ehrwürdiger und rührender Abend. Valentin Blaschitz, Altbürgermeister von Völkermarkt, bekam am Mittwoch den Ehrenring und die Ehrenbürgerschaft der Stadtgemeinde Völkermarkt verliehen.

41 Jahre lang war Valentin Blaschitz in der Politik vertreten. Knapp drei Jahrzehnte war er Bürgermeister von Völkermarkt. 2020 legte er seine Funktion nieder. Am Mittwoch wurde ihm in der Neuen Burg in Völkermarkt, in Anwesenheit von Landeshauptmann Peter Kaiser und zahlreichen WegbegleiterInnen von seinem Nachfolger Bürgermeister Markus Lakounigg der Ehrenring und die Ehrenbürgerschaft der Stadt Völkermarkt verliehen.

Altbürgermeister Valentin Blaschitz ©Varh-Tropper

Valentin Blaschitz war es, wie er selbst in seiner Ansprache sagte, eine Herzensangelegenheit, sich bei allen zu bedanken. Ganz besonders bei seiner Anni. Seine Partnerin habe in den letzten Jahren auf vieles verzichten müssen, sei ihm in seiner Funktion aber stets eine unbeschreibliche Stütze gewesen.

Valentin Blaschitz, seine Partnerin Anni und Landeshauptmann Peter Kaiser ©Varh-Tropper

Er versprach, der Ehre die ihm zuteil wurde, auch in Zukunft gerecht werden zu wollen. Sein Erfolg basiere auf der guten Zusammenarbeit mit seinen Mitstreitern. „Große Projekte wurden immer außer Streit gestellt, und so ist es gelungen, die meisten Projekte einstimmig umzusetzen“, so Blaschitz.

Musikalisch umrahmt wurde die Feier von einer Abordnung der Völkermarkter Stadtkapelle sowie dem MGV Scholle. ©Varh–Tropper

Für die Zukunft rief er die politischen VertreterInnen in den Regionen zum Schulterschluss auf. „Die Zeiten in denen ich politisch tätig war, waren einfacher als die heutigen, und die Zukunft könnte noch schwieriger werden. Da ist der Zusammenhalt umso wichtiger“, war sich der Geehrte sicher, und strich die Bedeutung der vielen Ehrenamtlichen hervor, die das Leben in den Regionen aufwerten. Er wolle keine Lehren verbreiten, doch eines sei ihm wichtig, den Nachfolgenden mit auf den Weg zu geben: „Man muss die Menschen, denen man begegnet, gern haben. Nur so kann man sie für den gemeinsamen Weg begeistern.“

Neben den Goldhaubenfrauen waren auch die Florianis der Stadtgemeinde bei Verleihung des Ehrenringes und der Ehrenbürgerschaft an Valentin Blaschitz vertreten
©Varh-Tropper

„Danke lieber Volte“

Es sei ihm eine große Freude und eine noch größere Ehre, bei der Auszeichnung dabei sein zu dürfen, betonte LH Peter Kaiser in seiner Ansprache. Valentin Blaschitz sei im Jahr 1989 Kaisers erster Sitznachbar im Landtag gewesen. „Ein Mann der die perfekte Mischung aus Seriosität, Volksnähe und gleichzeitig das richtige Maß an Zurückhaltung besitzt“, beschrieb der Kaiser seinen langjährigen politischen Wegbegleiter. Mit dieser Art und viel Leidenschaft habe er in der langen Zeit als Bürgermeister so viele Projekte umgesetzt, dass es ein Buch brauchen würde, um alle aufzulisten. „Ich habe die Zusammenarbeit immer sehr geschätzt und gehe davon aus, auch weiterhin darauf zählen zu können“, so Kaiser.

Die einstigen Sitznachbarn im Kärntner Landtag, LH Kaiser und Altbürgermeister Blaschitz ©Varh-Tropper

Für Markus Lakounigg war es trotz professioneller Hilfe unmöglich, alle Projekte und Maßnahmen, die Valentin Blaschitz in seiner Amtszeit und der Zeit darüber hinaus tätigte, aufzulisten. Es waren schlussendlich einfach zu viele. Zu viele für eine Ansprache, zu viele für einen Abend. So viele, dass man ein Buch darüber schreiben könnte. Aber wie sagt man so schön, der Wille war da. Dennoch gelang es dem amtierenden Bürgermeister in seiner Ansprache einen Bruchteil jener Projekte aufzuzählen, mit denen Valentin Blaschitz bemüht war, seine Gemeinde aufzuwerten. „Ich bin dankbar für einen solchen Lehrmeister. Er ist uns allen ein großes Vorbild, wenn es darum geht, alle Menschen gleich zu behandeln und zum Wohle der Gemeinde auch über die Parteigrenzen hinweg zu schauen“, erklärt Lakounigg.

Bürgermeister Markus Lakounigg bei seiner Festansprache in der Neuen Burg Völkermarkt ©Varh-Tropper

Vizebürgermeister Peter Wedenig, sowie die Stadträte Gerald Grebenjak und Andreas Sneditz hoben „die Zusammenarbeit auf Augenhöhe“ mit Blaschitz hervor und bedankten sich für den gemeinsamen politischen Weg.

Valentin Blaschitz war gerührt bei der Vielzahl an GratulantInnen ©Varh-Tropper

Sein langjähriger Griffner Bürgermeisterkollege und Freund Josef Müller denkt noch gerne an die gute Zusammenarbeit zurück und sagte: „Blaschitz war gerade in meiner Anfangszeit als Bürgermeister ein Mensch, an dem ich mich orientieren konnte, und dafür bin ich ihm bis heute dankbar.“

Unzählige politische Weggefährten waren Mittwochabend anwesend um Blaschitz zu gratulieren und ihm als Dank Präsente zu überreichen ©Varh-Tropper
  • Online: 09.12.2022 - 16:14