Kärnten
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Pendler in Kärnten erhalten mehr Geld

Kärntens Pendler mit geringen bis mittleren Einkommen unterstützt das Land Kärnten über die Arbeitnehmerförderung mit Fahrtkostenzuschüssen. Um sie noch besser und umfassender unterstützen zu können, werden nun einerseits die Fördersätze für Öffi-Nutzende und andererseits die Einkommensgrenzen im Bereich Individualverkehr erhöht.

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Mehr Geld soll es für Kärntnerinnen und Kärntner mit geringen bis mittleren Einkommen, die zu ihrer Arbeitsstelle oder Aus- und Weiterbildungsstätte pendeln müssen, geben. „Im Sinne unseres Nachhaltigkeitsschwerpunkts haben wir die Förderhöhen für Nutzerinnen und Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel noch einmal angehoben“, erklärt Arbeitsmarktreferentin LHStv.in Gaby Schaunig heute. Abgewickelt werden die Anträge durch die Arbeiterkammer Kärnten für das Land.

Wer öffentlich fährt, erhält die Fahrtkosten bis zu 100 Prozent rückerstattet 

Wer beispielsweise weniger als 30.000 Euro pro Jahr verdient (brutto abzüglich Sozialversicherung, Zuschlägen/Zulagen, Urlaubs- und Weihnachtsgeld) und mehr als 30 Kilometer zur Arbeit fährt, erhält das Kärntner Klimaticket zu 100 Prozent gefördert. Bei höheren Einkommen (bis 35.000 Euro) bzw. geringeren Wegstrecken sind es 75 bzw. 50 Prozent. Für geringe Einkommen (unter 20.000 Euro) gilt der 100-prozentige Fördersatz bereits ab fünf Kilometer Wegstrecke.

 Für Pendler, die auf das Auto angewiesen sind, werden Einkommensgrenzen erhöht

Dort, wo ein Umstieg auf Öffis nicht möglich ist – wenn der Wohn/Arbeitsort nicht gut angeschlossen ist oder im Schichtbetrieb gearbeitet wird – gibt es weiterhin auch für das Pendeln mit dem eigenen Auto finanzielle Unterstützung. So liegt das Maximaleinkommen im Bereich Individualverkehr nun bei 31.680 Euro (zuvor: 26.400 Euro). Je geringer das Einkommen und je länger die Wegstrecke, desto höher die Förderung. Personen, die weniger als 15.840 Euro verdienen, erhalten ab 60 Kilometer Wegstrecke eine Unterstützung von 825 Euro.

AK-Vizedirektorin Irene Hochstetter-Lackner, Vorsitzende des Arbeitnehmerförderungsbeirats: „Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind dazu aufgerufen, sich aufgrund der neuen, verbesserten Richtlinien anzuschauen, ob sie nun beim Pendeln mit dem privaten Pkw förderberechtigt sind. Auch beim Kärnten Ticket, bei dem es zu einer sofortigen finanziellen Unterstützung kommt, ist eine wesentliche Entlastung für heimische Pendlerinnen und Pendler gegeben!“

Im Jahr 2023 wurden rund 11.000 Anträge bei der Arbeiterkammer Kärnten eingereicht. Davon wurden rund 900 Anträge zum Öffentlichen Verkehr ausgezahlt, was einer Steigerung von 24 Prozent gegenüber 2022 entspricht.

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  • Online: 26.02.2024 - 13:32