Szenario 1: Schwerer Verkehrsunfall und Waldbrand
Am Freitag um 15 Uhr begann das Übungsszenario mit einem schweren Verkehrsunfall auf der L120 zwischen Eberndorf und Buchbrunn. Vier Fahrzeuge waren beteiligt, mehrere Personen wurden eingeklemmt. Die Rettungskräfte mussten hydraulische Geräte einsetzen, um die Insassen zu befreien. Leider verstarb eine Person noch am Unfallort, während das Rote Kreuz die Verletzten erstversorgte.
Zusätzlich ereignete sich in der Nähe ein Folgeunfall, bei dem ein brennendes Fahrzeug den angrenzenden Wald in Brand setzte. Spezialteams mit Waldbrandcontainern und Löschgeräten waren gefragt, um das Feuer im steilen Gelände zu bekämpfen. Mithilfe von Seilgeländern und MRAS-Teams gelang es den Einsatzkräften, den Brand unter Kontrolle zu bringen.
Szenario 2: Busunfall mit zahlreichen Verletzten
Am Samstagmorgen folgte ein zweites Szenario mit einem schweren Busunfall. Ein Gelenkbus mit über 20 Passagieren kollidierte mit einem PKW, der in ein Gewässer stürzte. Weitere Fahrzeuge waren involviert, und zahlreiche Personen mussten aus den Fahrzeugen befreit werden. In der NMS Völkermarkt wurde eine Sanitätshilfsstelle eingerichtet, wo das Rote Kreuz die Verletzten erstversorgte.
Zur Bergung des ins Wasser gestürzten PKWs kam der Wasserdienst der Feuerwehr zum Einsatz, unterstützt von der Wasserrettung. Der Einsatz konnte nach erfolgreicher Zusammenarbeit der Einsatzkräfte am Vormittag abgeschlossen werden.
Szenario 3: Gefahrstoffaustritt nach Verkehrsunfall
Das dritte Übungsszenario stellte die Einsatzkräfte vor eine neue Herausforderung: Nach einem Verkehrsunfall ereignete sich auf einem angrenzenden Betriebsareal ein Gefahrstoffaustritt. Feuerwehrteams mussten mit Chemieschutzanzügen arbeiten, um das Leck zu sichern. Kurz darauf wurde auch eine radioaktive Strahlung im Unfallbereich entdeckt, woraufhin Strahlenschutzbeauftragte den gefährdeten Bereich absicherten.
Gemeinsamer Abschluss mit positiver Bilanz
Bei allen Herausforderungen arbeiteten die beteiligten Organisationen eng zusammen und zeigten, dass die Bevölkerung auf ihre Unterstützung zählen kann. Der Bezirksfeuerwehrkommandant und die anwesenden Bürgermeister zogen eine positive Bilanz. Bezirkshauptmann Mag. Gert-Andre Klösch lobte das Engagement der Kräfte und betonte die Bedeutung solcher Übungen: „Die Feuerwehren und alle Einsatzkräfte im Bezirk Völkermarkt sind bestens gerüstet, um im Ernstfall zu helfen.“
Katastrophenschutzbeauftragte des Landes Kärnten, Markus Hudobnik und Mag. (FH) Markus Jansche, begutachteten die Übung und lobten die effiziente Zusammenarbeit der verschiedenen Einsatzorganisationen.