Bürgermeister Bernard Sadovnik und sein Eberndorfer Amtskollege Wolfgang Stefitz ludenheute gemeinsam mit weiteren Partnern und Unterstützern zu einem Salamifrühstück und präsentierten dabei ein starkes Zeichen für den ländlichen Zusammenhalt in Südkärnten.
Ein Vierteljahrhundert Tradition – oder doch mehr?
„Wenn man es genau nimmt, wären wir eigentlich schon das 28. Farantfest“, so Bürgermeister Sadovnik. Denn einige Jahre – pandemie- und wetterbedingt – konnten die Feste nicht stattfinden. Umso mehr sei das heurige Jubiläum ein bedeutender Moment für die Veranstalter und die gesamte Region.
Zwei Feste, eine Botschaft: Zusammenarbeit und Regionalität
Was einst klein begann – mit wenigen Ausstellern und lokale Kostbarkeiten – hat sich längst zu einem der bedeutendsten Kulturfest im Alpen-Adria-Raum entwickelt. Heute umfasst das Farantfest rund 80 Aussteller aus Kärnten und den Alpen Adria Raum. Besonders betont wurde die enge und bewusste Verbindung mit dem Salamifest in Eberndorf, denn beide Veranstaltungen stehen sinnbildlich für die grenzüberschreitende Kooperation zwischen bäuerlichen Betrieben, Tourismus, Wirtschaft und Kultur.
„Das Fest hat sich verändert. Früher gab es in jeder Ortschaft mehrere Bauern. Heute kämpfen die letzten Höfe ums Überleben“, betont Hubert Kordež, Obmann der Farantbauern. Gerade deshalb sei das Farantfest ein so wichtiges Sprachrohr für Regionalität und bäuerliche Wertschöpfung.
Politischer Schulterschluss für den ländlichen Raum
Neben den Veranstaltern waren auch zahlreiche Unterstützer vor Ort wie Niki Riegler, Geschäftsführer der Privatbrauerei Hirt, Tourismusregion-Chef Robert Karlhofer sowie Gerald Hartmann vom Geopark Karawanken. Alle betonten unisono die steigende Bedeutung regionaler Produkte für Gäste wie Einheimische sowie den enormen organisatorischen Aufwand, der ohne Unterstützung von Land, Tourismus und Sponsoren nicht mehr zu stemmen wäre.
Besonderer Dank wurde dabei auch dem Land Kärnten, Landeshauptmann Peter Kaiser sowie Landesrat Daniel Fellner für ihre klare Bekenntnis zur Unterstützung kultureller Großveranstaltungen im ländlichen Raum ausgesprochen.
Zweisprachigkeit als gelebter Alltag
Ein zentrales Element beider Feste ist die gelebte Zweisprachigkeit. „Was früher als Hindernis empfunden wurde, ist heute ein kultureller Schatz“, so Bürgermeister Stefitz. Diese Offenheit spiegelt sich nicht nur im Programm, sondern auch in der Auswahl der Aussteller und musikalischen Beiträge wider.
Kulturelle Vielfalt und Kulinarik als Magnet
Ein weiterer Höhepunkt des Jubiläums ist die geplante Präsentation der Europäischen Kulturhauptstadt Nova Gorica-Gorizia 2025 am Farantfest. Gemeinsam mit slowenischen Weinbauern und kulinarischen Partnern wird ein genussvoller, grenzüberschreitender Bogen gespannt und unterstreicht damit das Selbstverständnis des Festes als kulturelles Bindeglied im Alpen-Adria-Raum.
Herausforderungen im Blick, Zuversicht im Herzen
Trotz aller Herausforderungen – von gestiegenen Sicherheitsanforderungen bis hin zu schwindenden finanziellen Mitteln – blicken die Organisatoren mit Optimismus in die Zukunft.
Der abschließende Appell der Veranstalter war klar: „Kauft regional, unterstützt unsere Bauern, kommt vorbei und feiert mit uns – denn das Farant- und das Salamifest sind nicht nur Veranstaltungen, sie sind ein Lebensgefühl.“