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Polizeieinsatz am Peršmanhof sorgt für Kritik: Landespolizeidirektion kündigt Analyse an

Beim Polizeieinsatz am 27. Juli 2025 an der Gedenkstätte Peršmanhof in Bad Eisenkappel wurden 62 Verwaltungsübertretungen und zwei Widerstände gegen die Staatsgewalt angezeigt. Landespolizeidirektor-Stellvertreter Markus Plazer betont die besondere Sensibilität solcher Einsätze an Orten des Gedenkens und kündigt eine umfassende Analyse an.

Symbolfoto Polizei © VK24/Varh

Nach dem Polizeieinsatz an der Gedenkstätte Peršmanhof am gestrigen Sonntag hat die Landespolizeidirektion Kärnten ein vorläufiges Ergebnis veröffentlicht. Demnach wurden bei dem Einsatz 62 Verwaltungsübertretungen sowie zwei Widerstände gegen die Staatsgewalt zur Anzeige gebracht. Darüber hinaus erfolgten 32 Identitätsfeststellungen und zwei Personsdurchsuchungen.

Im Einsatz standen Beamte des Landesamts für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung, Vertreter der Bezirkshauptmannschaft Völkermarkt, des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl sowie drei Streifen des Bezirkspolizeikommandos Völkermarkt. Aufgrund der dynamischen Einsatzlage wurden währenddessen zusätzlich ein Polizeihubschrauber zur Dokumentation, eine Polizeidiensthundeführerin sowie drei Beamte der Schnellen Interventionsgruppe (SIG) angefordert.

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Angesichts der öffentlichen Irritationen rund um den Einsatz meldete sich auch Landespolizeidirektor-Stellvertreter Mag. Markus Plazer zu Wort. Er betonte die besondere Bedeutung des Einsatzortes: „Orte von grausamen NS – Verbrechen, wie der Peršmanhof, sind Orte einer modernen und regional verankerten Erinnerungskultur zu den Gräueltaten des NS – Verbrecherregimes, aber vor allem sind sie auch Orte des Gedenkens an den österreichischen Widerstand. Jede polizeiliche Maßnahme an einem derartigen Ort bedarf besonderer Sensibilität und Bewusstsein über die Geschehnisse vor mehr als 80 Jahren. Es wird eine umfassende Analyse der polizeilichen Maßnahmen erfolgen. Der runde Tisch – wie von Landeshauptmann Peter Kaiser angeregt – wird ausdrücklich begrüßt.“