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Hochwasserschutz wird ausgebaut: Projekte in Völkermarkt und Bleiburg

Zwei neue Hochwasserschutzprojekte, beim Klein St. Veiter Grenzgraben in Völkermarkt und Dreschlbach in Bleiburg, wurden von der Kärntner Landesregierung am heutigen Dienstag beschlossen. Die Kosten belaufen sich insgesamt auf rund 2,5 Milionen Euro.

„Jeder Euro für den Hochwasserschutz ist eine Investition in die Sicherheit der Kärntner Bevölkerung!“ (Symbolfoto) ©pixabay

Investitionen in den Hochwasserschutz sind unabdingbar für die Sicherheit der Kärntnerinnen und Kärntner“, sind sich LHStv. Martin Gruber und Landesrat Daniel Fellner einig. In der heutigen Regierungssitzung wurden zwei wichtige Schutzprojekte der Wildbach- und Lawinenverbauung beschlossen.

Beide Projekte werden im Bezirk Völkermarkt umgesetzt: eines im Bereich des Klein St. Veiter Grenzgrabens in der Stadtgemeinde Völkermarkt, das andere im Einzugsgebiet des Dreschlbachs in der Stadtgemeinde Bleiburg. Ziel ist der wirksame Schutz von Wohnsiedlungen, Verkehrswegen und öffentlicher Infrastruktur. Die Umsetzung erfolgt von 2025 bis 2026, das Gesamtvolumen beträgt fast 2,5 Millionen Euro.

Statements von LHStv. Gruber und LR Fellner

„Wir wissen leider aus Erfahrung, dass Unwetterereignisse immer wieder auch die Infrastruktur vor Ort in Mitleidenschaft ziehen“, ergänzt Straßenbaureferent LHStv. Martin Gruber. „Die Erreichbarkeit und Versorgung der Bevölkerung werden dann zur Herausforderung. Deshalb sind Investitionen in Verbauungsprojekte – wie hier im Bezirk Völkermarkt – wichtig, um Schäden nachhaltig und präventiv zu verhindern.“ Aus seinem Ressort stammt auch ein Finanzierungsbeitrag zum Schutz der Landesstraßen.

„Diese Schutzmaßnahmen sind ein zentraler Bestandteil unserer Sicherheitsstrategie“, betont Katastrophenschutzreferent LR Daniel Fellner. „Viele Menschen in Kärnten haben erlebt, wie rasch Naturereignisse wie Hochwasser oder Murenabgänge zur Bedrohung werden können. Deshalb investieren wir gezielt in Projekte, die langfristig schützen – Menschen, Häuser, Wohnungen und die Infrastruktur in der Region.“

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Zu den Projekten in Völkermarkt und Bleiburg

In Völkermarkt hatte es im August 2023 nach langanhaltenden Niederschlägen eine massive Rutschung im oberen Einzugsgebiet des Klein St. Veiter Grenzgrabens gegeben. Große Mengen an Geschiebe wurden ins Gerinne gespült, Muren gingen ab – mehrere Gebäude mussten evakuiert und ein temporäres Betretungsverbot verhängt werden. Die geplanten Schutzmaßnahmen sollen künftig mehrere Wohnhäuser samt Nebengebäuden sowie die Seeberg Straße (B82) und eine bachbegleitende Gemeindestraße sichern. Die Projektkosten belaufen sich auf 1,25 Millionen Euro. Finanziert werden diese vom Bund (62 %), dem Land Kärnten mit 287.500 Euro (davon 250.000 Euro Wasserwirtschaft, 37.500 Euro Straßenverwaltung) sowie vom Schutzwasserverband Völkermarkt-Jaunfeld (15 %).

Auch in Bleiburg verursachten Hochwasserereignisse – zuletzt im August 2023 – wiederholt erhebliche Schäden. Besonders betroffen war der Dreschlbach im Bereich Einersdorf, wo es zu Ufererosionen, Bachausbrüchen und verlegten Durchlässen kam. Die nun genehmigten Maßnahmen umfassen u. a. einen Wildholz- und Geschieberückhalt, den Ausbau des Schwemmkegels sowie den Bau neuer Brücken zur Erhöhung der Durchflusskapazität und zur langfristigen Sicherung des Siedlungsraums. Das Projekt wurde von der Gebietsbauleitung Kärnten Süd geplant und von einer Fachkommission als schutzzielgerecht bewertet. Die Gesamtkosten betragen 1,23 Millionen Euro, der Landesanteil liegt bei 282.900 Euro (246.000 Euro Wasserwirtschaft, 36.900 Euro Straßenverwaltung). Auch hier übernehmen Bund (62 %) und Schutzwasserverband (15 %) einen Großteil der Finanzierung.

„Der Schutz der Menschen in Kärnten sowie ihrer Häuser und der Infrastruktur hat für uns oberste Priorität“, unterstreicht Landesrat Fellner abschließend. „Die Ereignisse der vergangenen Jahre haben deutlich gezeigt, wie notwendig gezielte Schutzbauten sind. Diese Investitionen zahlen sich mehrfach aus – durch Sicherheit, Lebensqualität und die Vermeidung künftiger Schäden.“