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Kühnsdorf-Klopeiner See: Wirtschaft fordert Lösungen für die „letzte Meile“

Mit den täglichen Intercity-Halten der ÖBB und den Verbindungen der Westbahn nimmt die verkehrstechnische Entwicklung im Bezirk Völkermarkt spürbar Fahrt auf. Die Bezirksstelle der Wirtschaftskammer Völkermarkt sieht darin große Chancee, mahnt jedoch rasche Maßnahmen für eine attraktive und funktionierende Anbindung der sogenannten „letzten Meile“ ein.

WKK Bezirksstellenobmann Rudolf Bredschneider © WKK | Daniel Kattnig

Mit bis zu zehn täglichen Verbindungen der Westbahn und bis zu acht Intercity-Zügen der ÖBB entwickelt sich der Bahnhof Kühnsdorf-Klopeiner See zu einem zentralen Mobilitätsknoten im Süden Kärntens. Für die regionale Wirtschaft bedeutet das einen bedeutenden Entwicklungsschub. Vorausgesetzt, die Anbindung auf der letzten Strecke zwischen Bahnhof und Zielort wird sinnvoll und effizient gelöst.

„Diese Entwicklung ist äußerst positiv zu bewerten“, betont Rudolf Bredschneider, Obmann der WK-Bezirksstelle Völkermarkt. „Jetzt gilt es, die letzte Meile so zu gestalten, dass der neue IC-Halt auch tatsächlich bestmöglich genutzt wird.“ Als gelungenes Beispiel nennt Bredschneider das bestehende Postbus-Shuttle, das bereits heute als flexible und erfolgreiche Lösung im Einsatz ist. „Es zeigt, wie Fernverkehr und regionale Mobilität ineinandergreifen können – ein Modell mit Vorbildwirkung für ganz Kärnten.“

Mobilitätsstudie kurz vor Fertigstellung

In Kooperation mit der Wirtschaftskammer Steiermark wird derzeit eine umfassende Mobilitätsstudie erstellt. Noch vor der geplanten Inbetriebnahme der Koralmbahn am 14. Dezember soll sie konkrete Umsetzungsvorschläge liefern. Die Analyse berücksichtigt regionale Besonderheiten auf Bezirksebene – etwa im Raum Völkermarkt, wo sowohl touristische als auch betriebliche Verkehrsströme eine zentrale Rolle spielen.

Von Betriebsansiedlung bis Freizeitmobilität: große Potenziale

Untersucht werden unter anderem Standortpotenziale entlang der neuen Bahnstrecke – etwa für einen Güterverladebahnhof in Kühnsdorf oder eine verbesserte Anbindung des Industriegebiets Bleiburg. Auch touristische Ziele wie der Klopeiner See oder die Petzen sind Teil der Analyse. Darüber hinaus fließen bestehende Pendlerbewegungen, etwa zur Firma Mahle, in die Überlegungen ein.

„Wir liefern die Daten, die Konzepte und die Empfehlungen – jetzt liegt es an der Politik, mutige Entscheidungen für eine zukunftsorientierte Mobilität zu treffen“, so Bredschneider abschließend.