Mitten im bunten Treiben des Bauernmarktes in St. Kanzian machte am 5. August die Europa.Café Sommertour von Europe Direct Kärnten Station. Begleitet wurde sie von prominenten Gästen: Landeshauptmann Peter Kaiser, Europaministerin Claudia Plakolm und Nationalrat Johann Weber informierten gemeinsam mit Europahaus-Präsident Christof Zernatto und Vereinsdirektor Marc Germeshausen über die Vorteile und Chancen der Europäischen Union.
Die Sommertour führt quer durch Kärnten und steht heuer ganz im Zeichen von 30 Jahren EU-Mitgliedschaft Österreichs. Ziel ist es, den europäischen Gedanken sichtbar und erlebbar zu machen.
Kärntens Nutzen aus der EU-Mitgliedschaft
In seiner Ansprache betonte LH Kaiser die Bedeutung der europäischen Gemeinschaft gerade in Zeiten von Klimawandel, Kriegen, Energiekrisen und Inflation. Seit dem EU-Beitritt Österreichs habe Kärnten EU-Förderungen von mehr als zwei Milliarden Euro für über 11.000 Projekte erhalten – von Infrastrukturvorhaben wie der Koralmbahn bis zu Bildungsprogrammen wie ERASMUS+.
„Kein einzelner Staat wäre in der Lage, diese Herausforderungen alleine zu bewältigen“, so Kaiser. Er räumte zugleich ein, dass die EU auch Schwächen habe, etwa in Bezug auf Bürokratie, betonte jedoch die wirtschaftliche und politische Schlagkraft des Staatenbundes.
Offene Gespräche über Stärken und Schwächen
Europaministerin Claudia Plakolm unterstrich, wie wichtig ehrliche Diskussionen über Verbesserungspotenzial innerhalb der EU seien. „Nur wenn wir offen über Probleme sprechen, können wir Europa stärker machen.“ Das Europa.Café biete hierfür eine niederschwellige Möglichkeit, Bürgerinnen und Bürger ins Gespräch zu bringen.
Wirtschaft, Wohlstand und Frieden
Kaiser erinnerte daran, dass die EU nicht nur ein wirtschaftlicher Motor, sondern auch Garant für sozialen Frieden sei. Durch den Beitritt neuer Mitgliedsstaaten werde das wirtschaftliche und bildungspolitische Niveau angehoben – mit positiven Folgen für den gesamten Kontinent.
„Wer gegen Europa ist, stellt sich auch gegen Frieden und Wohlstand im eigenen Land“, sagte Kaiser abschließend. Für ihn steht fest: Die Mitgliedschaft in der EU ist alternativlos und zugleich ein Auftrag, täglich für Demokratie und europäische Werte einzutreten.