Leander Ninaus aus Eberndorf zählt zu den besten Jung-Tischlermeistern Österreichs. Gemeinsam mit einer Kandidatin und zwölf weiteren Kandidaten, die heuer ihre Meisterprüfung abgelegt haben, stellt er sich im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs LignoramAward der Fachjury und dem Publikum.
Mit seinem Schreibtisch „Tabula rasa“ tritt Ninaus beim Wettbewerb an. Das Möbelstück vereint traditionelle Handwerkskunst mit moderner Formensprache. Gefertigt aus massiver amerikanischer Nuss, überzeugt es durch klassische Holzverbindungen wie Schlitz und Zapfen, Zinken und Gratleisten, die für Stabilität und Langlebigkeit sorgen. Die klare Linienführung und die elegant verjüngten Beine verleihen dem Tisch Leichtigkeit. In die Platte eingelassen ist eine mit Linoleum belegte Schreibfläche, die sich aufklappen lässt und eine zusätzliche Lade verbirgt. Zwei gezinkte Schubladen ergänzen das funktionale Konzept. So verbindet „Tabula rasa“ zeitloses Handwerk mit reduziertem, zeitgemäßem Design.
Die ausgewählten Meisterstücke sind noch bis 2. November im Holz- und Werkzeugmuseum LIGNORAMA in Riedau (Bezirk Schärding) zu sehen. Das Museum, das mit seiner Dauerausstellung rund um Holz, Wald und Holzberufe ein beliebtes Ausflugsziel ist, zeigt dort eine beeindruckende Bandbreite an Möbeln: von Whiskeybars über Kommoden und Schreibtische bis hin zu kunstvoll gearbeiteten Säulen.
Der LignoramAward wird in Zusammenarbeit mit den Ausbildungsstätten der Bundesländer und Hauptsponsor Leitz organisiert. Neben den Geldpreisen, die eine Fachjury für die drei besten Möbelstücke vergibt, haben Besucher bis 9. Oktober die Möglichkeit, ihr Lieblingsmöbel zu wählen und so über den Publikumspreis mitzuentscheiden.