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Feuerwehr-Großübung im Seniorenheim Neuhaus zeigte beeindruckende Schlagkraft

Binnen Minuten wurde das Seniorenheim Neuhaus zum Zentrum einer realitätsnahen Großübung. Atemschutztrupps retteten 13 Personen, während eine kilometerlange Leitung die Löschwasserversorgung sicherte.

Starke Gemeinschaft: 13 Feuerwehren arbeiten Hand in Hand für die Sicherheit der Bevölkerung. ©Monika Rainer

Ein imposantes Bild bot sich am Wochenende in Pudlach, Einsatzfahrzeuge fuhren auf, und binnen weniger Minuten verwandelte sich das Seniorenheim Neuhaus in den Mittelpunkt einer großangelegten Feuerwehrübung. Mit 13 Feuerwehren, 20 Fahrzeugen und rund 120 Einsatzkräften stellten die umliegenden Feuerwehren eindrucksvoll ihre Schlagkraft unter Beweis.

Das Szenario war bewusst anspruchsvoll gewählt: ein Brand im Seniorenheim, einer Einrichtung mit hochsensibler und kritischer Infrastruktur. Bereits bei der Alarmierung war klar – jede Minute zählt, die Rettung von Menschenleben hat oberste Priorität. Unter der Gesamtleitung von OBI Gabriel Potocnik (FF Neuhaus) wurde das Übungsgeschehen koordiniert.

Großübung in Neuhaus ©Monika Rainer

Perfekte Logistik – Wasser in Rekordzeit

Eine der größten Herausforderungen stellte die Löschwasserversorgung dar. Da in unmittelbarer Nähe nicht ausreichend Wasser zur Verfügung steht, wurde eine Zubringleitung von der Drau errichtet. Über eine Strecke von 1,5 Kilometern und rund 80 Schläuchen gelang es den eingesetzten Kräften, innerhalb von nur 30 Minuten eine stabile Wasserversorgung aufzubauen. Diese Leistung wurde von allen Beobachtern als hervorragendes Beispiel für die Einsatzstärke der Feuerwehren hervorgehoben.

Menschenrettung unter schwerem Atemschutz

Währenddessen arbeitete im Inneren des Gebäudes ein Großaufgebot an Atemschutztrupps. Elf Trupps gingen systematisch vor, suchten verrauchte Räume ab und retteten insgesamt 13 Personen aus der Gefahrenzone. Unter den Geretteten befanden sich auch mehrere Mitglieder der Feuerwehrjugend Schwabegg, die als Figuranten die Übung realitätsnah unterstützten. Mit Tragen, Fluchtmasken und gesicherten Sammelplätzen wurde das gesamte Evakuierungskonzept durchgespielt.

Atemschutztrupps im Einsatz: Unter realistischen Bedingungen wurden Bewohner aus dem verrauchten Gebäude gerettet.
©Monika Rainer

Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg

Neben den Wehren des Abschnitts Bleiburg beteiligten sich auch die Nachbarfeuerwehren aus der Gemeinde Lavamünd. Damit wurde nicht nur die Schlagkraft der einzelnen Einheiten demonstriert, sondern auch die gelebte Zusammenarbeit über Gemeinde- und Abschnittsgrenzen hinweg. „Gerade bei einem Szenario dieser Größenordnung ist die reibungslose Kooperation entscheidend“, betonte Gesamteinsatzleiter Potocnik.

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Dank und Anerkennung

Im Anschluss an die erfolgreiche Übung fand eine kurze Abschlussbesprechung statt. Der Leiter des Sozialhilfeverbandes Völkermarkt, Dr. Simon Marin, lobte die Professionalität der Einsatzkräfte: „Sie haben heute eindrucksvoll gezeigt, dass die Bewohnerinnen und Bewohner unserer Einrichtungen im Ernstfall auf die Feuerwehr zählen können. Mein Dank gilt jedem einzelnen Helfer.“

Seitens der Feuerwehr gilt auch ein großer Dank an die Leitung des Seniorenheims und das gesamte Team für die konstruktive Zusammenarbeit. Sie ermöglichten nicht nur die Übung am Gelände, sondern sorgten auch für Verpflegung und einen kameradschaftlichen Ausklang.

Starkes Signal für Sicherheit

Die Übung im Seniorenheim Neuhaus machte deutlich, wie wichtig regelmäßiges Training ist, um im Ernstfall schnell und koordiniert helfen zu können. Mit dem gelungenen Zusammenspiel von Technik, Taktik und Teamgeist unterstrichen die Feuerwehren des Abschnittes Bleiburg einmal mehr ihre unverzichtbare Rolle für die Sicherheit der Bevölkerung.