Wie mehrere Medien berichten ist die amtierende Weltmeisterin Magdalena Lobnig Anfang der Woche am Flughafen Antalya in der Türkei in Gewahrsam genommen worden. Das Völkermarkter Ruder-Ass wollte zur Küstenruder-WM einreisen und musste nach Unstimmigkeiten rund um ihr Visum die Nacht in einer Zelle verbringen. Am Dienstagfrüh wurde sie zurück nach Österreich abgeschoben.
„Tortur“ in Flughafen-Zelle
Lobnig sprach gegenüber Medien von einer Tortur. Sie habe in der Zelle nicht schlafen können, die hygienischen Zustände seien mangelhaft gewesen und sie habe lediglich eine einzige Flasche Wasser erhalten. Auch Essen sei ihr nicht angeboten worden.
Der Auslöser war ein Einreisevisum das offenbar nur einmalig gültig war. Dieses Visum war im Oktober bei der Europameisterschaft in der Türkei problemlos akzeptiert worden. Laut Lobnig wurde ihr damals von einem Beamten gesagt sie könne mit diesem Dokument auch wieder zur WM zurückkommen. Dies stellte sich nun als falsch heraus. Zusätzlich verlangt die Türkei für die Einreise dass der Reisepass noch mindestens sechs Monate gültig ist. Lobnigs Pass läuft im März 2026 ab.
Verband und Botschaft eingeschaltet
Der Österreichische Ruderverband versuchte gemeinsam mit der Botschaft zu intervenieren. Die türkischen Behörden bestanden dennoch auf Ausweisung.
Expresspass erhalten – zweiter Einreiseversuch heute
Zurück in Österreich beantragte Lobnig am Dienstag umgehend einen Express-Reisepass. Vor wenigen Stunden hat sie diesen Pass erhalten, wie sie auf Social Media postete. Bereits heute soll auch der erneute Anlauf zur Einreise erfolgen. Am Donnerstag beginnen die WM-Vorläufe, die Chance auf Trainingstage in Manavgat ist dahin.