Gallizien / Sittersdorf
4 Minuten Lesezeit

Brücke verbindet wieder

Feierliche Eröffnung der Müllnerner Brücke: Starkes Zeichen für Gallizien und Sittersdorf

Zwei Jahre nach den verheerenden Hochwassern 2023 wurde heute die neue Müllnerner Brücke feierlich eröffnet. Das Bauwerk stellt die wichtige Verbindung zwischen den Gemeinden Gallizien und Sittersdorf wieder her.

Mit großem medialem und öffentlichem Interesse wurde heute, Mittwoch, die neue Müllnerner Brücke ihrer Bestimmung übergeben. Zwei Jahre nach den Hochwasserereignissen, die das alte Holzbauwerk zerstört hatten, konnte nun ein modernes und sicheres Verbindungsstück zwischen den Ortschaften Müllnern und Drabunaschach eröffnet werden. Landeshauptmann Stv. Martin Gruber und Landesrat Daniel Fellner nahmen gemeinsam mit den Bürgermeistern Hannes Mak (Gallizien) und Gerhard Koller (Sittersdorf) die Eröffnung vor.

Landeshauptmann Stellvertreter, Martin Gruber ©Varh Fotografie

„Heute ist ein besonderer Tag für die Region. Die Müllnerner Brücke verbindet nicht nur zwei Ufer, sondern zwei Gemeinden, die in herausfordernden Zeiten Seite an Seite gestanden sind“, betonte Gruber. „Jeder Euro, der in Sicherheit, Lebensqualität und in unseren ländlichen Raum fließt, ist gut investiert.“

Landesrat Daniel Fellner ©Varh Fotografie

Auch Fellner hob die Bedeutung des Projekts hervor: „Nach den schweren Hochwassern ist es ein gutes Gefühl zu sehen, wie rasch und professionell dieses wichtige Verbindungsstück wiederhergestellt wurde. Diese Brücke zeigt, dass Kärnten auf verlässliche Infrastruktur setzt – gerade in schwierigen Zeiten.“

Symbol der Verbundenheit

Für die beiden Bürgermeister ist das Bauwerk weit mehr als nur eine technische Verbindung. „Mit dieser Brücke schlagen wir nicht nur ein neues Kapitel auf, sondern verbinden wieder Menschen, Orte und Generationen“, sagte Sittersdorfs Bürgermeister Koller. Sein Amtskollege Mak ergänzte: „Diese Brücke war für uns selbstverständlich – erst als sie weg war, haben wir gemerkt, wie sehr sie gefehlt hat.“

Die beiden Bürgermeister Hannes Mak und Gerhard Koller ©Varh Fotografie

Die Brücke steht damit sinnbildlich für den Zusammenhalt in der Region. Das gemeinsame Engagement von Land, Gemeinden, Planern, Baufirmen und freiwilligen Helfern machte die rasche Umsetzung möglich.

Technisch modern und zukunftssicher

Die neue Stahlbetonbrücke mit einer Spannweite von 30 Metern ersetzt die frühere Holzkonstruktion aus den 1960er Jahren. Sie wurde als sogenannte integrale Brücke errichtet, was bedeutet, dass auf klassische Brückenlager und Fahrbahnübergänge verzichtet wurde. Diese Bauweise sorgt für eine längere Lebensdauer und geringeren Wartungsaufwand. Zudem verbessert die Konstruktion ohne Mittelpfeiler die Abflusssituation des Flusses erheblich und reduziert das Risiko von Verklausungen bei Hochwasser.

Durch das moderne Bauwerk besteht damit wieder eine direkte Verbindung zwischen den Ortschaften Müllnern und Drabunaschach. ©Varh Fotografie

Die Gesamtkosten des Projekts beliefen sich auf rund 830.000 Euro. Das Land Kärnten unterstützte den Neubau mit über 400.000 Euro, davon kamen 300.000 Euro aus dem Agrarreferat und 100.000 Euro aus der Gemeindeabteilung. Weitere Mittel stammten aus dem Katastrophenfonds des Bundes (415.000 Euro) sowie von den Gemeinden Sittersdorf und Gallizien (rund 115.000 Euro).

Feierliche Eröffnung und Segnung

Die offizielle Eröffnung wurde mit einer Segnung durch die Pfarrer Martin Horvath und Louis Agim begleitet. Anschließend durchschnitten die Ehrengäste symbolisch das Band, umgeben von zahlreichen Besucherinnen und Besuchern, die den Moment mit Applaus feierten.

Damit ist die Verbindung zwischen Müllnern und Drabunaschach wiederhergestellt – sicherer, moderner und stärker als zuvor. Die neue Müllnerner Brücke steht nicht nur für technischen Fortschritt, sondern auch für Gemeinschaft, Vertrauen und Zukunft in Kärnten.

  • Online: 12.11.2025 - 17:30
  • Edit: 12.11.2025 - 17:31