Eberndorf
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Innovative Bauplattenproduktion startet

PackWall eröffnet neue Produktionslinie in Kühnsdorf

Mit der Eröffnung der neuen Produktionshalle in Kühnsdorf setzt das Unternehmen PackWall ein starkes Zeichen für nachhaltige Innovation und industrielle Zukunft in Südkärnten. Das Werk nutzt eine international gefragte Technologie – und soll für neue wirtschaftliche Impulse in der Region sorgen.

Die internationale GES-Gruppe, zu der auch das Unternehmen PackWall gehört, hat am 20. November 2025 offiziell ihre neue Produktionshalle in Kühnsdorf eröffnet. Ab sofort wird dort die innovative PackWall-Technologie zur Herstellung multifunktionaler Bauplatten auch in Österreich produziert. Die neue Linie ist ein Meilenstein in der Expansion des Unternehmens und soll langfristig für Wachstum, Arbeitsplätze und technologische Vorreiterrolle sorgen.

„Für uns ist das nicht nur ein weiterer Standort, sondern ein klares Bekenntnis zur Region und zur Zukunft des Bauens“, betonte Roman Jarolimek, Geschäftsführer von GES ECO/PackWall, im Rahmen der feierlichen Eröffnung. Neben der Werksinbetriebnahme wurde auch die neueste Generation der PackWall-Technologie präsentiert – unter reger Beteiligung von Partnern aus Wirtschaft, Politik und Medien.

Nachhaltigkeit und Innovation im Fokus

PackWall produziert patentierte Bauplatten aus Getränkekartons und leistet damit einen aktiven Beitrag zur Kreislaufwirtschaft. Die Produkte finden international Anwendung, unter anderem in Skandinavien, Australien und Neuseeland. Nun ist Österreich Teil dieses nachhaltigen Produktionsnetzwerks.

CEO Daniel Fritsch präsentierte die neueste Generation der PackWall-Technologie und betont die Bedeutung nachhaltiger Produktion. ©Varh Fotografie

Wie Geschäftsführer Daniel Fritsch bei der Präsentation erklärte, finden die fertigen Produkte bereits praktische Anwendung, unter anderem im Innenausbau von Coffeeshops wie Costa Coffee oder Disney Stores in Australien. „Das zeigt, dass unsere Technologie nicht nur ökologisch ist, sondern auch optisch und funktional überzeugt. Unsere Kunden schätzen insbesondere die gestalterische Freiheit durch transparente oder eingefärbte Oberflächen“, so Fritsch.

Chemiefreie Produktion und Energieeffizienz

Die Besonderheit der PackWall-Technologie liegt in der rein physikalischen Verarbeitung: „Wir verwenden keine zusätzlichen Chemikalien. Alles basiert auf Temperatur, Druck und Zeit. Das macht unsere Produktion nicht nur nachhaltiger, sondern auch sicherer für die Umwelt“, erläuterte Fritsch. Zudem sei die Anlage darauf ausgelegt, mit minimalem Energieaufwand zu arbeiten, etwa durch Wiederverwendung von Abwärme im Trocknungsprozess.

Die PackWall-Bauplatten werden aus recycelten Getränkekartons hergestellt. ©Varh Fotografie

Starke Stimme für Recycling-Zukunft

Auch Werner Kruschitz, erfahrener Unternehmer im Bereich Kunststoffrecycling, meldete sich bei der Eröffnung zu Wort: „Nach über 35 Jahren im Kunststoffrecycling weiß ich eines ganz sicher – ohne Forschung und Entwicklung geht nichts. Gerade wenn wir von neuen Recyclingmethoden und dem Green Deal sprechen, braucht es Innovation und Mut. Ich danke allen, die dieses Projekt möglich gemacht haben. Es ist ein wichtiger Schritt für unsere Region – und für die Umwelt.“

Recycling-Pionier Werner Kruschitz unterstreicht die Bedeutung von Innovation und Forschung für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft. ©Varh Fotografie

Politische Rückendeckung aus Kärnten

Auch Landesrat Sebastian Schuschnig nutzte die Bühne, um PackWall in Kärnten herzlich willkommen zu heißen – mit einem Augenzwinkern und einem klaren Bekenntnis: „Wenn ich mich hier umschaue, sehe ich viele junge Gesichter unter den CEOs – im Vergleich dazu hat mir wohl die Kommunalpolitik schon ein paar Falten mehr eingebracht“, scherzte er. Danach wurde es ernst: „Mit PackWall gewinnt Kärnten ein innovatives Unternehmen mit internationalem Erfolgspotenzial. Als Land Kärnten sichern wir Ihnen unsere volle Unterstützung für die Weiterentwicklung des Standorts zu.“

Landesrat Sebastian Schuschnig begrüßt PackWall in Kärnten und sichert Unterstützung für den Standort zu. ©Varh Fotografie

Standort Kühnsdorf als Zukunftszentrum

Im Rahmen der Veranstaltung wurden auch Zukunftspläne präsentiert. Schon im kommenden Jahr ist eine zweite Produktionslinie in Kühnsdorf geplant. „Österreich bietet mit seinem nachhaltigen Wirtschafts-Ökosystem den idealen Nährboden für Innovation“, sagte Fritsch. Langfristig wolle man von Südkärnten aus auch die Märkte in Deutschland und der Schweiz bedienen.

Einblicke und Ausblick

Im Rahmen geführter Rundgänge konnten sich die Gäste selbst ein Bild von der Anlage machen – inklusive Prototypen-Vorführung und spannender technischer Details zur Produktion. Die Veranstaltung wurde zudem medial vom tschechischen Nachrichtensender CNN begleitet.

Fritsch abschließend: „Wir glauben an den Standort. Mit Unterstützung lokaler Institutionen wollen wir hier eine Zukunftstechnologie etablieren – und noch viele Kapitel dieser Erfolgsgeschichte schreiben.“

  • Online: 21.11.2025 - 13:42