Zwei Drohnen für den Ernstfall
Hightech für die Feuerwehr: Projekt KaraMon bringt Einsatzdrohnen nach Südkärnten
Zwei Feuerwehren aus dem Geopark Karawanken wurden mit modernster Technik ausgestattet: Im Rahmen des EU-Projekts „KaraMon“ erhielten die Wehren St. Michael ob Bleiburg und Bad Eisenkappel hochmoderne Einsatzdrohnen. Ein wichtiger Schritt für den grenzüberschreitenden Katastrophenschutz.
Mit einem klaren Ziel, nämlich Naturkatastrophen schneller und effizienter bewältigen zu können, wurden am 28. November 2025 zwei Drohnen an die Feuerwehren St. Michael ob Bleiburg und Bad Eisenkappel übergeben. Die Übergabe fand im Rahmen des Interreg-Projekts „KaraMon“ statt, das vom Karawanken UNESCO Global Geopark gemeinsam mit Partnern aus Österreich und Slowenien getragen wird.
Landesrat Fellner: „Ein Projekt mit europäischem Geist“
Landesrat Daniel Fellner betonte in seiner Ansprache die strategische Bedeutung des Projekts: „Der grenzüberschreitende Geopark Karawanken steht heute nicht nur für Tourismus, sondern auch für Verantwortung im Katastrophenschutz. Die nun übergebenen Drohnen sind ein Teil eines großen Maßnahmenpakets, das unsere Region sicherer macht.“
Bürgermeister Srienz: „Sicherheit für den gesamten Geopark“
Hermann Srienz, Bürgermeister von Feistritz ob Bleiburg, hob hervor, dass die Drohnen nicht nur lokal zum Einsatz kommen werden: „Dieses Gerät steht bei Bedarf allen Geopark-Gemeinden zur Verfügung – zur Lageerkundung, zur Vermisstensuche oder im Hochwasserfall.“
Bürgermeisterin Lobnig: „Katastrophen kennen keine Grenzen“
Bad Eisenkappels Bürgermeisterin Elisabeth Lobnig erinnerte an die Unwetterkatastrophen 2023: „Wir haben erlebt, wie wichtig grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist. KaraMon ist dafür ein Vorzeigebeispiel.“
Bezirksfeuerwehrkommandanto Skubel: „Technik allein genügt nicht“
Bezirksfeuerwehrkommandant Patrick Skubel bedankte sich bei den Kameraden, die sich zur Ausbildung am neuen Gerät bereit erklärt haben: „Nur mit fundierter Schulung und regelmäßiger Übung kann diese Technik im Ernstfall richtig eingesetzt werden.“
KaraMon: Monitoring, Prävention, Einsatz
Das Projekt „KaraMon – Karawanken Monitoring“ läuft bis 2027 und wird mit knapp zwei Millionen Euro gefördert. Ziel ist die bessere Bewältigung von Naturkatastrophen im Grenzgebiet. Neben dem Aufbau eines Erdrutschwarnsystems umfasst das Projekt die gezielte Ausstattung von Einsatzorganisationen sowie die Entwicklung eines bilateralen Krisenmanagementplans samt Kommunikationsprotokollen und Einsatzkorridor.
Durch die Kombination von wissenschaftlicher Expertise (GeoSphere Austria, Geološki zavod Slovenije) mit der Praxis der Feuerwehren soll langfristig ein Frühwarnsystem entstehen. Schon 2026 folgen weitere Ausstattungen: Hochleistungspumpen, Waldbrandpakete und zentrale Ausbildungsstätten beiderseits der Grenze.
Online: 01.12.2025 - 09:02
