Nach einer intensiven Regenperiode im Jahr 2023 kam es zu einem folgenschweren Erdrutsch. Eine etwa zehn Meter hohe Böschung gab nach und die Erdmasse krachte direkt in das Wohnhaus eines Kärntner Ehepaars. Dabei entstand ein rund acht Meter breites Loch in der Hausmauer. Der Schaden wurde von einem Versicherungssachverständigen auf etwa 135.000 Euro geschätzt.
Versicherung reagierte nicht mehr
Trotz des eindeutigen Gutachtens überwies die Versicherung zunächst nur 35.000 Euro. Weitere Rückmeldungen blieben aus. Der 86-jährige Hausbesitzer, der seine finanziellen Reserven bereits zur Reparatur einsetzen musste, stand plötzlich allein da. Mehrere Versuche, die Versicherung zu einer Klärung zu bewegen, scheiterten.
Einsatz der AK brachte Erfolg
Im Jahr 2024 wandte sich der Pensionist an den Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Kärnten. Die Experten nahmen sofort Kontakt zur Versicherung auf und drängten auf eine korrekte Abwicklung. Es folgten monatelange Gespräche und Schriftwechsel. Am Ende konnte eine Schadensablöse von rund 86.000 Euro durchgesetzt werden.
Konsumentenschützer Stefan Pachler betont, wie wichtig rasche Hilfe in solchen Fällen ist, besonders wenn Betroffene finanziell an ihre Grenzen gelangen. Auch AK-Präsidentin Günther Goach erinnert daran, dass die Arbeiterkammer kostenlos unterstützt, Verträge prüft und sich mit Nachdruck für faire Lösungen einsetzt.