Heute fand die 61. Regierungssitzung der Kärntner Landesregierung statt. Eines der Kernthemen war der Katastrophenschutz und das Feuerwehrwesen.
Blackout-Prävention: Kärnten sieht sich als Vorreiter
Angesichts internationaler Stromausfälle, wie zuletzt in Spanien, sei Vorbereitung alles, erinnert Katastrophenschutzreferent LR Daniel Fellner. In Kärnten gibt es inzwischen 152 Leuchttürme in 132 Gemeinden. Die sogenannten Leuchttürme sind notstromversorgte öffentliche Einrichtungen, die im Ernstfall zentrale Anlaufstellen bieten. Rund 3,5 Millionen Euro wurden in den vergangenen Jahren in die Sicherheitsinfrastruktur investiert. „Im Anlassfall sind wir sehr gut aufgestellt – und das ist ein gutes Gefühl“, so Fellner.
Feuerwehr und Feuerwehrjugend
Auch zeitgemäße Einsatzkleidung war eines der Kernthemen. Der Katastrophenschutzreferent kündigte dafür eine zusätzliche Unterstützung von 500.000 Euro an. „Das sind nicht einfach nur Uniformen. Sie sind ein Zeichen unseres Dankes und geben unseren Feuerwehrfrauen und -männern mehr Schutz, Beweglichkeit und Sicherheit“, betonte Fellner. Und er setzt noch nach: „Wir investieren nicht in Uniformen, wir investieren in Leben!“
Ein weiteres Erfolgsthema in Kärnten sei die Nachwuchsarbeit der Feuerwehren. Seit der Senkung der Altersgrenze auf sechs Jahre erreicht unser Bundesland Spitzenzahlen. Aktuell engagieren sich rund 2.300 Jugendliche bei der Jugendfeuerwehr. Bei Landesmeisterschaften meldet Kärnten regelmäßig Rekordteilnahmen, 2027 wird Wolfsberg Gastgeber der Bundesmeisterschaften sein.
Erste Freiwilligenmesse geplant
Mit Freiwilligenzentrum, digitaler Plattform, Versicherungsmodellen und Vergünstigungen habe Kärnten bereits viel erreicht. Doch die Offensive gehe 2026 weiter, kündigte LR Fellner an: eine erste Freiwilligenmesse, der Ausbau des Freiwilligenzentrums und neue Module im Kurzlehrgang „Ehrenamt“.
„Wir sind voller Tatendrang, denn wir wissen, wie wichtig unsere Ehrenamtlichen sind“, sagt der Landesrat.
Neues Warnsystem für Naturgefahren
Klimabedingte Extremereignisse nehmen zu. Mit dem neuen System „Natwarn Kärnten“ soll die Krisenkoordination in Kärnten verbessert werden. „Wir schaffen eine zentrale Steuerung von Naturgefahrenwarnungen. Das schützt unsere Bevölkerung bestmöglich“, erklärt Fellner.
Kärnten als Land für jede Herausforderung
Der Landesrat fasst seinen Anspruch klar zusammen: „Kärnten soll ein Musterland für Sicherheit, Prävention und freiwilliges Engagement sein. Mit bestens ausgestatteten Einsatzkräften, resilienten Gemeinden und motivierter Jugend sind wir für die Zukunft gerüstet.“