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150 Jahre Polizeiinspektion Griffen: Ein Rückblick auf bewegte Zeiten

Seit 150 Jahren gibt es in der Gemeinde Griffen einen Gendarmerieposten und später eine Polizeiinspektion. Mit bewegenden Worten, geschichtlichen Einblicken und großer Wertschätzung blickte man am 5. Dezember 2025 auf eine lange Tradition der Sicherheit zurück.

Polizeiinspektion Griffen feierte Jubiläum ©Varh Fotografie

Mit einem Festakt, der tief berührte, wurde das 150-jährige Bestehen der Polizeiinspektion Griffen gefeiert. Der Tag begann um 15:45 Uhr am Friedhof in Völkermarkt mit einer Kranzniederlegung für Jakob Fritz, den ersten Postenführer der Gendarmerie in Griffen, der im Jahr 1918 verstarb. An diesem Ort gedachte man nicht nur seiner Person, sondern auch all jener Sicherheitskräfte, die über viele Generationen hinweg für Recht und Ordnung in der Region eingestanden sind.

Große Namen mit großer Geschichte

Im Mittelpunkt der Feier stand Kontrollinspektor Günther Kazianka, der mit viel Herz durch das Programm führte. Unter den Gästen befanden sich zahlreiche aktive und ehemalige Polizisten, Vertreter der umliegenden Gemeinden, Feuerwehrkommandanten sowie Ehrengäste wie der Bürgermeister von Griffen, Josef Müller, und Bezirkshauptmann Mag. Gert Andre Klösch.

Kontrollinspektor Günther Kazianka führte mit großer Wertschätzung und viel Herz durch den Festakt zum 150-jährigen Bestehen der Polizeiinspektion Griffen. ©Varh Fotografie

Kazianka brachte es in seiner Ansprache auf den Punkt: „Heute feiern wir nicht nur eine Zahl. Wir feiern Menschen, die ihr Leben in den Dienst der Sicherheit dieser Region gestellt haben.“

Eine emotionale Ahnentafel

Im Rahmen des Festakts vor der Polizeiinspektion wurde eine Ahnentafel enthüllt, die die Namen aller bisherigen Kommandanten dokumentiert. Auch der erste Postenführer Jakob Fritz wurde noch einmal besonders gewürdigt. Er war ein engagierter Gendarm, Feuerwehrmann und sogar im hohen Alter noch Kriegsfreiwilliger. Seine Lebensgeschichte steht sinnbildlich für Pflichtbewusstsein und Einsatzbereitschaft.

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Die feierlich enthüllte Ahnentafel erinnert an alle bisherigen Kommandanten der Polizeiinspektion Griffen und würdigt die lange Tradition der regionalen Sicherheitsarbeit. ©Varh Fotografie

Rückblicke und Anekdoten

Für besondere Gänsehautmomente sorgte der ehemalige Gruppeninspektor Erwin Mocher. Mit spürbarer Emotion erzählte er aus seinen 34 Dienstjahren in Griffen. Auch Autor Valentin Hauser bereicherte die Feier mit einem geschichtlichen Rückblick. Dieser reichte von den frühen Tagen der Gendarmerie im Kaiserreich bis hin zu herausfordernden Einsätzen während der Weltkriege und zeigte eindrucksvoll, wie sehr sich die Sicherheitsarbeit im Laufe der Jahrzehnte verändert hat.

Autor Valentin Hauser gewährte in seinem historischen Rückblick eindrucksvolle Einblicke in die wechselvolle Geschichte der Sicherheitsarbeit in Griffen. ©Varh Fotografie

Ein starkes Zeichen der Gemeinschaft

Der Festtag war nicht nur ein Blick in die Vergangenheit. Er war auch ein starkes Signal für Zusammenhalt, Respekt und Anerkennung im Heute. Bezirkspolizeikommandant Oberstleutnant Klaus Innerwinkler dazu: „Die Polizei ist kein bloßes Amt. Sie besteht aus Menschen.“ Dieser Satz sprach vielen Anwesenden aus der Seele.

Bezirkspolizeikommandant Oberstleutnant Klaus Innerwinkler betonte in seiner Ansprache die Bedeutung der Polizei als menschliche Gemeinschaft und nicht nur als staatliche Institution. ©Varh Fotografie

Am Ende des Festakts blieb ein klares Gefühl zurück. Die Polizeiinspektion Griffen ist weit mehr als ein Gebäude. Sie ist ein Stück gelebte Geschichte und ein Symbol für Sicherheit und Gemeinschaft im Bezirk Völkermarkt.