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Erfolg nach Onlinebetrug: AK half Konsument bei PayPal Abzocke

Ein Kärntner wurde Opfer einer Phishingattacke und verlor über sein PayPal Konto innerhalb weniger Minuten rund 8.500 Euro. Trotz sofortiger Kontaktaufnahme verweigerte PayPal zunächst jede Rückerstattung.

Phishing-Falle bei PayPal: AK Kärnten holt für Konsumenten 8.500 Euro zurück ©freepik/varh

Ein aktueller Fall aus Kärnten zeigt erneut, wie professionell und schnell Internetbetrüger vorgehen. Nach einer vermeintlichen Datenaktualisierung über eine gefälschte Nachricht verschafften sich Unbekannte Zugang zum PayPal Konto eines Konsumenten. Innerhalb kürzester Zeit wurden zahlreiche Abbuchungen durchgeführt. Der finanzielle Schaden summierte sich auf rund 8.500 Euro.

Der Betroffene reagierte sofort und versuchte, die Angelegenheit eigenständig zu klären. Er nahm Kontakt mit PayPal auf, nutzte das offizielle Konfliktlösungscenter und stellte einen Antrag auf Käuferschutz. Doch der Zahlungsdienstleister lehnte eine Rückerstattung zunächst ab. Als Begründung wurde angeführt, dass die Transaktionen durch die Eingabe der Zugangsdaten autorisiert worden seien.

AK Kärnten griff ein und half erfolgreich

Mit dieser Entscheidung wollte sich der Geschädigte nicht zufriedengeben und wandte sich an den Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Kärnten. Dort übernahm die Abteilung Konsumentenpolitik den Fall.

Herwig Höfferer, Leiter der Abteilung Konsumentenpolitik: „Der Konsument konnte eindeutig nachweisen, dass er nie etwas bei diesem Unternehmen, das die Abbuchungen getätigt hat, bestellt hatte. Nach mehrmaliger schriftlicher Intervention sowie einer Anzeige bei der Polizei, lenkte PayPal schließlich ein. Der gesamte Betrag von 8.500 Euro wurde dem Konsumenten zurücküberwiesen.“

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Wichtige Schutzmaßnahmen gegen Phishing

Die Arbeiterkammer Kärnten warnt vor der steigenden Zahl an Phishingversuchen und gibt konkrete Empfehlungen, wie sich Konsumenten schützen können:

Keine Links in E-Mails anklicken. Für den Login bei Zahlungsdiensten immer die offizielle Website direkt im Browser eingeben oder die offizielle App verwenden.
Zwei Faktor Authentifizierung aktivieren. Diese zusätzliche Sicherheitsstufe sollte überall genutzt werden, wo sie angeboten wird.
Vorsicht bei Nachrichten mit Zeitdruck. Seriöse Banken und Zahlungsdienstleister fordern niemals unter Dringlichkeit zur Eingabe sensibler Daten auf.
Persönliche Daten niemals weitergeben. Zugangsdaten, Passwörter oder Sicherheitscodes dürfen nicht auf Aufforderung per E-Mail oder Telefon bekannt gegeben werden.
Im Ernstfall sofort reagieren. Bei Verdacht auf Betrug umgehend das Kreditinstitut kontaktieren, um Karten und Konten sperren zu lassen.
Zusätzlich Anzeige bei der Polizei erstatten und alle Beweise wie E-Mails oder Zahlungsnachweise sichern.

Mit diesen einfachen Vorsichtsmaßnahmen können viele Betrugsversuche frühzeitig erkannt und finanzielle Schäden verhindert werden.