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„Auto als Waffe“: VCÖ fordert lebenslanges Fahrverbot für Extremraser

Die Mobilitätsorganisation VCÖ unterstützt den Vorstoß von Salzburgs LHStv. Stefan Schnöll, für Extremraser einen lebenslangen Führerscheinentzug zu ermöglichen. „Extremraser sind eine kleine Minderheit, die das Leben und die Gesundheit aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer gefährden“, so der VCÖ.

VCÖ unterstützt Forderung nach lebenslangem Führerscheinentzug für Extremraser (Symbolfoto) ©pixabay

Der VCÖ stellt sich hinter den Vorschlag von Salzburgs LHStv. Stefan Schnöll, für Extremraser einen lebenslangen Führerscheinentzug zu ermöglichen. „Die Bevölkerung ist vor Rasern zu schützen. In den Händen von Rasern wird ein Auto zur gefährlichen Waffe. Die Ermöglichung eines lebenslangen Führerscheinentzugs für Extremraser ist aus Verkehrssicherheitssicht voll und ganz zu unterstützen“, betont VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky.

Aktuelle Regeln mit Schwachstellen

Derzeit kann ein Fahrzeug beschlagnahmt und versteigert werden, wenn im Ortsgebiet das Tempolimit um mehr als 80 km/h oder außerorts um mehr als 90 km/h überschritten wird. Allerdings greift diese Maßnahme nicht bei Leasing-, Miet- oder Firmenfahrzeugen.

Aus Sicht des VCÖ ist das ein zentrales Problem. Zudem seien die Schwellenwerte, ab denen eine Beschlagnahme möglich ist, insgesamt zu hoch angesetzt. Vor allem im Ortsgebiet, wo besonders viele gefährdete Verkehrsteilnehmer wie Kinder, ältere Menschen sowie Fußgänger unterwegs sind, sei es ein Problem.

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Der VCÖ erwartet sich vom lebenslangen Führerscheinentzug eine deutliche präventive Wirkung. „Weniger Raser bedeutet mehr Verkehrssicherheit“, bringt es Jaschinsky auf den Punkt. Die Organisation sieht darin ein starkes Signal, dass Extremraserei kein Kavaliersdelikt ist.

VCÖ fordert niedrigere Toleranzgrenzen

Zusätzlich zu strengeren Maßnahmen gegen Extremraser fordert der VCÖ ein Umdenken beim Thema Tempo. Die aktuell hohen Toleranzgrenzen in Österreich seien für die Verkehrssicherheit kontraproduktiv und sollten „nach Schweizer Vorbild“ gesenkt werden.

Tempolimits sind keine Mindestgeschwindigkeit, sondern eine Höchstgeschwindigkeit“, betont Jaschinsky abschließend. Auch die Vorbildwirkung von Erwachsenen gegenüber Kindern und Führerscheinneulingen spiele dabei eine wichtige Rolle.