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Brandursache in Brückl geklärt – Technischer Defekt löste nächtlichen Großbrand aus

Nach dem nächtlichen Brandeinsatz in Brückl im Bezirk St. Veit an der Glan liegt nun das Ergebnis der Brandursachenermittlung vor. Das Landeskriminalamt Kärnten und die Brandverhütungsstelle Kärnten konnten die Ursache eindeutig feststellen.

Ausgebrannte Schaltanlage im Inneren der Firmenhalle nach dem nächtlichen Brandeinsatz in Brückl. Die massive Hitzeentwicklung ist an den beschädigten Kabeltrassen deutlich erkennbar. Foto: FF Völkermarkt

Brückl – Der Brand, der in der Nacht auf Samstag, den 7. Februar 2026, in einer Firmenhalle eines chemieverarbeitenden Betriebes ausgebrochen war, ist auf einen technischen Defekt zurückzuführen. Das ergab die Brandursachenermittlung des Landeskriminalamtes Kärnten in Zusammenarbeit mit der Brandverhütungsstelle Kärnten.

Elektrischer Defekt als Auslöser

Konkret wurde als Brandursache ein elektrischer Defekt in der ortsfesten internen Erdzuleitung der 20-kV-Schaltanlage zum Turbinenhaus festgestellt. Das Feuer war gegen 02.20 Uhr ausgebrochen und hatte die Schaltanlage vollständig zerstört. Auch das Gebäude selbst wurde schwer beschädigt.

Bereits in der ursprünglichen Presseaussendung war von einem Brandgeschehen aus bislang unbekannter Ursache die Rede gewesen. Diese Unklarheit konnte nun durch die Ermittlungen beseitigt werden.

Rasches Eingreifen verhinderte Schlimmeres

Der Brand konnte durch die alarmierten Feuerwehren rasch unter Kontrolle gebracht und in weiterer Folge gelöscht werden. Insgesamt standen sieben freiwillige Feuerwehren mit rund 106 Einsatzkräften im Einsatz. Personen wurden nicht verletzt.

Auch Einsatzkräfte aus dem Bezirk Völkermarkt waren beteiligt. Die FF Völkermarkt wurde um 03.20 Uhr zu einem Brand einer Maschine großen Ausmaßes nach Brückl alarmiert.

Anspruchsvoller Einsatz für die FF Völkermarkt

Wie die FF Völkermarkt berichtet, bestand ihr Einsatzauftrag vor allem darin, die Dachhaut der Schaltanlage im hinteren Bereich zu schützen. Bereits die Anfahrt über eine enge Zufahrtsstraße stellte die Kraftfahrer vor besondere Herausforderungen.

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Die Wasserversorgung wurde gemeinsam mit anderen Feuerwehren sichergestellt. Unter anderem kam ein Tanklöschfahrzeug aus Völkermarkt sowie eine Tragkraftspritze einer Nachbarfeuerwehr zum Einsatz. Zusätzlich wurde eine Drehleiter in Stellung gebracht, um die Dachkonstruktion großflächig zu kühlen.

Hitze, Rauch und Innenangriff unter Atemschutz

Parallel dazu bereiteten sich Atemschutztrupps auf einen möglichen Innenangriff vor. Mit einer mit Schaumnetzmittel beaufschlagten Angriffsleitung rückten die Trupps zum Brandobjekt vor. Extreme Hitze und massive Rauchentwicklung erschwerten die Löscharbeiten erheblich.

Gemeinsam mit weiteren Atemschutztrupps konnten jedoch rasch erste Löscherfolge erzielt werden. Abschließend wurde die Anlage mit Schwerschaum abgedeckt, um verbliebene Glutnester zu ersticken.

Keine Gefahr für die Bevölkerung

Laut Angaben der Feuerwehren bestand für die Bevölkerung zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr. Wichtige Betriebsbereiche wurden vorübergehend über Notstrom versorgt.

Nach mehreren intensiven Einsatzstunden konnten die Kräfte der FF Völkermarkt gegen 07.00 Uhr morgens wieder ins Rüsthaus einrücken. Dort folgten die notwendigen Nacharbeiten wie das Reinigen der Fahrzeuge, das Waschen der Schutzkleidung und das Befüllen der Atemschutzflaschen.

Mit der nun geklärten Brandursache sind die polizeilichen Ermittlungen abgeschlossen. Der Einsatz unterstreicht einmal mehr die Bedeutung der engen Zusammenarbeit der Feuerwehren über Bezirksgrenzen hinweg.