Während über Alterslimits für soziale Netzwerke diskutiert wird und Tech-Konzerne wegen Suchtvorwürfen unter Druck geraten, schaut man in Kühnsdorf nicht tatenlos zu. Die MS Kühnsdorf widmet dem Thema digitale Verantwortung einen eigenen Projekttag.
Medienbildung mitten im Schulalltag
„Als Schule für 10- bis 14-Jährige nehmen wir unsere Verantwortung in der digitalen Begleitung sehr ernst“, erklärt Direktorin OSR Dir. Erika Knellwolf. Das Projekt entstand auf Initiative der Elternschaft und der Schülervertretung. Gemeinsam wurde ein Programm entwickelt, das nicht nur informiert, sondern konkrete Handlungsmöglichkeiten vermittelt.

Am 26. Februar 2026 findet von 7:40 bis 10:30 Uhr ein Schwerpunktvormittag statt. In zehn Klassen arbeiten die Schülerinnen und Schüler in altersgerechten Workshops zu aktuellen digitalen Herausforderungen.
Workshops zu den Brennpunkten der Online-Welt
Das Themenspektrum ist breit und nah an der Lebensrealität der Jugendlichen:
•Cybermobbing-Prävention in Zusammenarbeit mit Equaliz Klagenfurt. Dabei geht es um respektvolle Kommunikation und darum, wie Betroffene Unterstützung finden können.
• „Lie Detectors“ mit einer Journalistin, die zeigt, wie Fake News und Deep Fakes erkannt und hinterfragt werden.
• Ein KI-Workshop zu Entwicklung, Chancen und Risiken von Systemen wie ChatGPT.
• Sensibilisierung zu Sexting sowie zur Nutzung kindgerechter Suchmaschinen.
• Auseinandersetzung mit Schönheitsidealen, Selbstdarstellung und Influencern in sozialen Netzwerken.
Die MS Kühnsdorf macht damit deutlich, dass Medienbildung heute fixer Bestandteil moderner Pädagogik ist. Jugendliche sollen nicht nur Nutzer digitaler Angebote sein, sondern verstehen, wie sie funktionieren, wo Gefahren liegen und wie man selbstbestimmt damit umgeht. Während politische Entscheidungen oft Zeit brauchen, schafft die Schule vor Ort Raum für Aufklärung und Diskussion. Genau dort, wo junge Menschen täglich mit digitalen Themen konfrontiert sind.