Der Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran hat nicht nur geopolitische Folgen, sondern trifft auch die internationalen Rohstoffmärkte. Besonders im Fokus steht die Straße von Hormus – jene Meerenge zwischen Iran und Oman, durch die rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Rohöls transportiert wird. Schon die Angst vor einer Blockade reicht aus, um die Preise nach oben zu treiben.
Straße von Hormus als neuralgischer Punkt
Die Region am Persischen Golf ist das Herzstück der globalen Energieversorgung. Länder wie Saudi-Arabien, Iran, der Irak oder die Vereinigten Arabischen Emirate zählen zu den wichtigsten Förderstaaten weltweit. Militärische Aktionen in diesem Gebiet wirken sich daher unmittelbar auf die Märkte aus – selbst wenn Förderanlagen nicht direkt beschädigt werden.
Für Händler zählt vor allem eines: Risiko. Und Risiko wird am Markt in Form von Aufschlägen eingepreist.
1,50-Euro-Marke bereits überschritten
Ein kurzer Check auf der Website des ÖAMTC zeigt mit Stand 2. März 2026 um 13:45 Uhr: Die „magische“ Marke von 1,50 Euro pro Liter ist in Teilen des Bezirks bereits überschritten.
Beispiele aus dem Raum Völkermarkt:
- Rudolf, Völkermarkt: € 1,599 (Diesel)
- Turmöl, St. Kanzian: € 1,564 (Diesel), € 1,544 (Super)
- Eni, Völkermarkt: € 1,549 (Diesel), € 1,529 (Super)
Damit wird deutlich: Die internationalen Entwicklungen schlagen sich Schritt für Schritt auch regional nieder.
Alternative: Mit der Koralmbahn zur Arbeit?
Für Pendler könnte aktuell auch die neue Koralmbahn wieder stärker ins Blickfeld rücken. Wer das Glück hat, einen der raren Parkplätze am Bahnhof Kühnsdorf zu ergattern, kann auf die Bahn umsteigen – etwa in Richtung Klagenfurt oder weiter.
Allerdings gilt auch hier: Wirklich günstig wird das Pendeln meist nur mit einer Monats- oder Jahreskarte und entsprechender intensiver Nutzung. Für Gelegenheitsfahrer relativiert sich der Spareffekt rasch.
Mehrkosten im Alltag möglich
Noch ist keine sprunghafte Explosion der Preise zu sehen. Doch sollten sich die Ölpreise auf hohem Niveau stabilisieren oder weiter steigen, wird das nicht nur an der Zapfsäule spürbar sein. Energiepreise wirken sich auf Transport, Lebensmittel und viele weitere Bereiche des täglichen Lebens aus.
Wir dürfen gespannt sein, wie sich die Lage entwickelt. Vieles deutet jedoch darauf hin, dass wir in den kommenden Tagen und Wochen bei einigen Dingen des alltäglichen Lebens tiefer in die Tasche greifen müssen.