Zurück

555 Einsätze und 61.000 Stunden: Feuerwehrabschnitt Jauntal zog Bilanz

Das Abschnittsfeuerwehrkommando Jauntal hat über das Jahr 2025 Bilanz gezogen. Neben beeindruckenden Leistungszahlen standen neue Infrastrukturprojekte und Ehrungen verdienter Funktionäre im Mittelpunkt.

Abschnittsfeuerwehrkommandant-Stv. Rudolf Kucher und Abschnittsfeuerwehrkommandant Ing. Helmut Malle ©BI Sandro Turk

Am 27. Februar fand im Gasthaus Zenkl in Gallizien der Abschnittsfeuerwehrtag des Abschnittes Jauntal statt. Abschnittsfeuerwehrkommandant Ing. Helmut Malle begrüßte zahlreiche Feuerwehrfunktionäre sowie Vertreter aus Behörden und Politik.

Der Einladung folgten u.a. Bürgermeister und Landtagsabgeordneter Hannes Mak, Bezirkshauptmann Mag. Gert Klösch, Bezirksfeuerwehrkommandant Stv. Werner Opetnik sowie die Bürgermeister Lisa Lobnik, Gerhard Koller, Thomas Krainz und Bernard Sadovnik. Auch die Alt- und Ehrenkommandanten Manfred Drobesch, Siegfried Tschemernjak, Franz Prosen, Johann Erschen, Johann Greiner, Erich Ilgoutz, Josef Kometter und Willibald Sapetschnig nahmen an der Veranstaltung teil.

Der Einladung folgten zahlreiche Persönlichkeiten aus Feuerwehrwesen, Politik und Verwaltung.
©BI Sandro Turk

Zahlen und Fakten

Die 15 Feuerwehren des Abschnittes Jauntal bewältigten im Jahr 2025 insgesamt 555 Einsätze. Davon entfielen 404 auf technische Einsätze.

Der Mannschaftsstand blieb mit 1.064 Mitgliedern, darunter 103 Jugendliche, nahezu konstant. Besonders erfreulich entwickelte sich erneut die Ausbildungsbereitschaft. Insgesamt wurden auf Bezirks- und Landesebene 137 Kurse von 280 Feuerwehrmitgliedern besucht. Insgesamt leisteten die Kameradinnen und Kameraden im Jahr 2025 knapp 61.000 Stunden im Dienste der Bevölkerung.

Auch auf Abschnittsebene wurden gezielte Schwerpunkte gesetzt. Übungen zur Wasserförderung über lange Wegstrecken sowie Besichtigungen von Wasserkraftwerken im Einsatzgebiet standen am Programm. Dabei wurde insbesondere das Gefahrenpotenzial für Einsatzkräfte intensiv thematisiert.

Erfolgreich verliefen auch die Bewerbe. Beim Wissenstest der Feuerwehrjugend in Globasnitz stellten die Jugendlichen ihr Können unter Beweis. Der Cupbewerb in St. Stefan unterm Feuersberg bildete einen weiteren Höhepunkt, wobei die Feuerwehr Rückersdorf als Cupsieger hervorging.

Infrastruktur und Katastrophenschutz im Fokus

Große Aufmerksamkeit galt den infrastrukturellen Entwicklungen. Mit der Inbetriebnahme der ÖBB Koralmbahn ergeben sich neue Rahmenbedingungen und Herausforderungen für die Einsatzorganisationen.

Werbung

Besondere Bedeutung kommt dem neu geplanten dezentralen KAT Stützpunkt in Eberndorf zu. Dieser wurde geprüft und offiziell bestätigt. Ziel ist es, die Einsatzschlagkraft im Katastrophenfall im gesamten Bezirk Völkermarkt nachhaltig zu stärken.

Hervorgehoben wurde zudem das Projekt Karamon des Geopark Karawanken. Vierzehn Gemeinden arbeiten dabei zusammen, um die Widerstandsfähigkeit gegenüber Naturkatastrophen langfristig zu erhöhen.

Übergabe der zwei Drohen für die Freiwillige Feuerwehr St. Michael ob Bleiburg und Bad Eisenkappel am 28. November 2025 ©Vah Fotografie

Im Rahmen dieses Projektes wurden auch spezielle Feuerwehrdrohnen angeschafft. Abschnittsfeuerwehrkommandant Ing. Helmut Malle erklärte dazu: „Aus dem Projekt wurden auch spezielle Feuerwehrdrohnen angeschafft, die neben den klassischen Flug- und Aufklärungsfunktionen über eine Wärmebildkamera, einen leistungsstarken Suchscheinwerfer, Lautsprechereinheiten sowie KI gestützte Berechnungsprogramme verfügen und damit eine wertvolle Unterstützung bei zukünftigen Feuerwehr und Katastropheneinsätzen darstellen.“

Stationiert ist dieses hochmoderne Einsatzmittel bei der Freiwilligen Feuerwehr Bad Eisenkappel und steht dem gesamten Abschnitt für überregionale Einsätze zur Verfügung.

Ehrungen

Ein würdiger Programmpunkt war die Ehrung der scheidenden Kommandantschaft der Feuerwehr Kühnsdorf. Michael Kodal und Herbert Lipouschek wurden für ihre langjährige und verdienstvolle Tätigkeit ausgezeichnet und mit großem Dank verabschiedet.

Der Abschnittsfeuerwehrtag bot nicht nur eine beeindruckende Leistungsbilanz, sondern auch eine klare strategische Ausrichtung für die kommenden Jahre. Beim anschließenden kameradschaftlichen Beisammensein klang die Veranstaltung in würdigem Rahmen aus.