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Mobilität der Zukunft: Autonome Busse für vier Pilotregionen

Bei einer bezirks- und länderübergreifenden Sitzung der Wirtschaftskammer in Deutschlandsberg stand die Mobilität der Zukunft im Mittelpunkt. Mit dem Projekt „ROBERTA“ soll entlang der Koralmbahn ein innovatives Zubringersystem entstehen, das den ländlichen Raum nachhaltig stärkt.

Christoph Knauder (GF Alp Lab), Norbert Steinwidder (Obmann WK-Regionalstelle Murau-Murtal), Willibald Ehrenhöfer (Landesrat für Wirtschaft Steiermark), Manuela Kohm (Landeshauptmann-Stellvertreterin Steiermark), Dietmar Schweiggl (Vizepräsident WK Steiermark), Manfred Kainz (Obmann WK-Regionalstelle Deutschlandsberg), Rudolf Bredschneider (Obmann WK-Bezirksstelle Völkermarkt), Gerhard Oswald (Obmann WK-Bezirksstelle Wolfsberg), Peter Sükar (Obmann WK-Regionalstelle Voitsberg) vor dem autonomen „Torus Bus“ ©WKODL

Die WK-Regional- und Bezirksstellenausschüsse Völkermarkt und Wolfsberg sowie Deutschlandsberg, Voitsberg und Murtal trafen sich zu einer bezirks- und länderübergreifenden Sitzung in der Weststeiermark. Im Mittelpunkt standen innovative Mobilitätslösungen und die wirtschaftliche Vernetzung der Regionen.

Testfahrt mit autonomem Bus

Ein Höhepunkt war die erste gemeinsame Testfahrt mit einem autonomen, elektrisch betriebenen Bus. Das Pilotprojekt „ROBERTA“ zeigt, wie selbstfahrende Fahrzeuge künftig die „letzte Meile“ zwischen Bahnhöfen, Ortszentren und Betriebsstandorten effizient und klimafreundlich erschließen können. Auch im Lavanttal wird das Projekt umgesetzt und stärkt dort die regionale Anbindung.

Hintergrund zum Projekt „ROBERTA“

ROBERTA – Real World Automated Bus opERaTion Austria“ ist ein bundesweites Pilotprojekt zur schrittweisen Integration automatisierter Busse in den öffentlichen Linienverkehr. Ab Ende 2027 bzw. Anfang 2028 sollen in vier Pilotregionen – darunter im Umfeld der Koralmbahn in Kärnten und der Steiermark – autonome Busse regulär verkehren.

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In der Einführungsphase ist Sicherheitspersonal an Bord vorgesehen, langfristig wird ein fahrerloser Betrieb angestrebt. Ziel ist es, Vertrauen in neue Technologien zu schaffen und automatisierte Mobilitätslösungen frühzeitig im Alltag zu verankern. Besonders für den Bezirk Wolfsberg ergeben sich dadurch neue Chancen für eine verbesserte Anbindung an die Hochleistungsstrecke.

Rudolf Bredschneider, WK-Bezirksstellenobmann von Völkermarkt: „Diese Zusammenarbeit über Bezirks- und Landesgrenzen hinweg ist ein starkes Signal. Wenn wir unsere Regionen strategisch vernetzen, schaffen wir neue Entwicklungschancen.“ Der autonome Bus stehe dabei sinnbildlich für das Potenzial, das entsteht, wenn Innovation, politische Unterstützung und wirtschaftliche Notwendigkeit gezielt zusammenwirken.